Schutz des Regenwalds Joao Silva kämpft als Polizeichef gegen illegale Goldgräber im Amazonas: "Wir bräuchten eine Kriegsstruktur"

Polizeichef
Was kann man tun, um die Goldgräber im Amazonasgebiet zu stoppen? Polizeichef João Paulo Correia Silva sieht die brasilianische Polizei vor großen Herausforderungen
© Jan Christoph Wiechmann
Wie stoppt man die Invasionen von illegalen Goldgräbern und Holzfällern im Regenwald? Ein Gespräch mit dem Polizeichef im nördlichen Amazonasgebiet, João Paulo Correia Silva.

Im Amazonas-Regenwald operieren illegal mehrere Hunderttausend Goldgräber und Holzfäller. Allein 30.000 sollen in die "Terra Indígena Yanomami" eingefallen sein, dem größten Reservat in Brasilien, für das Sie zuständig sind. Kommt das hin?
Diese Zahl ist plausibel. Ich sage das, weil ich selbst einige Male dort war und die Lager verifiziert habe. Es gibt einzelne Goldgräberlager mit 100 Hütten. In jeder Hütte leben fünf Goldgräber. Das sind also schon 500 in einem einzigen Lager. Und das verteilt im gesamten Indigenengebiet – da kommen schon sehr viele zusammen.

Wie viele illegale Lager gibt es im Reservat der Yanomami?
Etwa 100 bis 200.

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