Irankrieg
US-Präsident Trump glaubt Regimewechsel in Teheran erreicht zu haben

Donald Trump vor Reportern
Donald Trump ist von seinem Erfolg im Iran fest überzeugt. Im Inland wächst der Druck auf ihn enorm. Vor allem die steigenden Spritpreise nehmen ihm die Amerikaner übel
© Mark Schiefelbein/dpa
Präsident Trump gibt sich selbstbewusst. Durch die Angriffe im Iran hätten dort ganz andere Leute die Macht übernommen. Auch glaubt er bald ein Abkommen mit Teheran zu erreichen.

US-Präsident Donald Trump glaubt, der Irankrieg habe einen „Regimewechsel“ in Teheran erreicht. Vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One sagte er: „Wir haben einen Regimewechsel gehabt." Seine Regierung habe es bei Gesprächen mit der iranischen Führung „mit anderen Leuten zu tun als mit denen, mit denen jemals zuvor jemand zu tun hatte“, so der Präsident.

Aus seiner Sicht, sei die Regierung in Teheran sei „eine ganze andere Gruppe von Leuten." Sein Schluss daraus: „Daher würde ich das als Regimewechsel betrachten.“ Zugleich deutete Trump erneut ein baldiges Abkommen mit Teheran über eine Beendigung des Krieges an. „Ich denke, wir werden ein Abkommen mit ihnen schließen, ich bin mir fast sicher“, sagte er.

Trump sagt, der Iran werde die Blockade in Hormus lockern

Teheran habe zudem zugestimmt, seine Blockade der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus zu lockern, teilte Trump mit. Die iranische Führung erlaube 20 Öltankern die Durchfahrt durch die Meerenge. „Das beginnt morgen früh, für die nächsten Tage“, sagte Trump.

Der US-Präsident äußerte sich außerdem in einem Interview mit der britischen Zeitung „Financial Times". Dort sagte er selbstbewusst, die US-Armee könnte die für die iranischen Ölexporte wichtige Insel Charg "sehr leicht“ einnehmen. „Ich glaube nicht, dass sie über eine Verteidigung verfügen“, sagte er. Charg liegt im Norden des Persischen Golfs etwa 30 Kilometer von der Küste und rund 500 Kilometer von der Straße von Hormus entfernt.

Bereits am Wochenende hatte die „Washington Post“ berichtet, die US-Regierung bereite die Entsendung von Bodentruppen in den Iran vor. Das US-Verteidigungsministerium habe weit fortgeschrittene Pläne für eine wochenlange Bodenoffensive ausgearbeitet. Das wäre ein dramatischer Bruch mit bisherigen Aussagen der US-Regierung. Demnach umfassen die Pläne des Pentagon Bodeneinsätze von Spezialeinheiten und konventionellen Bodentruppen auf Charg sowie in Küstenstandorten nahe der Straße von Hormus. Ein vollständiger Einmarsch sei jedoch nicht Teil der Planungen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Beamte.

AFP
akr