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Hilfsaktion vom Hamburger Abendblatt Tausende Hamburger spenden für Flüchtlinge


Das Hamburger Abendblatt hat die Bewohner der Hansestadt zu Spenden für Flüchtlinge aufgerufen. Und das mit unerwartet großem Erfolg. Bis zum Nachmittag spendeten rund 6000 Menschen.

Damit hatte wohl niemand gerechnet. Kleidung, Hygieneartikel oder Fahrräder, schon in den frühen Morgenstunden war das Spendenaufkommen riesig, sodass vor dem Verlagsgebäude vom Hamburger Abendblatt ein kleines Verkehrschaos entstand. Busse kamen kaum durch und Autofahrer mussten sich in Geduld üben. Viele Hamburger hatten so viel zu spenden, dass sie mit ihren vollgepackten Autos einfach auf der Straße parken mussten, um die Spenden zum Eingang der Zeitungsgebäudes zu bekommen. Die Polizei zeigte Verständnis und musste kurzfristig den Verkehr regeln.

Die größte Hilfsaktion der vergangenen Jahre

Laut Hamburger Abendblatt mussten wegen des riesigen Spendenaufkommens zwei zusätzliche LKW angefordert werden, damit die großen Massen an Gegenständen direkt zu den Flüchtlingshilfen weitergeleitet werden konnten. Auch Schulen, wie das Gymnasium Uhlenhorst oder die Evangelische Stiftung Alsterdorf stellten spontan Lagerplätze zur Verfügung, in denen die Spenden zur späteren Verteilung gelagert werden konnten. Die Aktion verlief äußerst erfolgreich: In Hamburg war es eine der größten Hilfsaktion der vergangenen Jahre. Kleider, Spielsachen, Kinderwagen und viele andere nötige Dinge kamen zusammen und können in den nächsten Tagen an Bedürftige weitergegeben werden.
Auch Hamburger Prominenz beteiligte sich an der Spendenaktion. Helmut Schulte, EX-Manager vom FC St. Pauli, spendete Fußbälle, Handtücher und weitere Sportsachen. Schauspieler Til Schweiger rief auf seiner Facebook-Seite alle Hamburger zum Mitmachen auf und sorgte mit seinem Post für gewaltigen Wirbel, als fremdenfeindliche Kommentare unter seinem Aufruf erschienen.

Wer keine Zeit zum Spenden vor Ort hatte und mit einer Geldspende einen kleinen Beitrag leisten möchte, kann die Spendenaktion vom Hamburger Abendblatt mit einer Überweisung an fördern & wohnen unterstützen. Das Dienstleistungsunternehmen ist Betreiber der meisten Flüchtlingsunterkünfte in Hamburg.

f&w fördern & wohnen AöR
Hamburger Sparkasse
IBAN DE09200505501015210600
Stichwort: Flüchtlinge

hev

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