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Spendenaufruf Olympia-Zweite versteigert ihre Silbermedaille für herzkrankes Baby

Maria Andrejczyk bei der Siegerehrung. Ihre Silbermedaille versteigerte sie nun, um ein herzkrankes Baby zu retten
Maria Andrejczyk bei der Siegerehrung. Ihre Silbermedaille versteigerte sie nun, um ein herzkrankes Baby zu retten
© Lui Siu Wai / Picture Alliance
Knapp 330.000 Euro brauchte ein herzkrankes Baby, um weiter leben zu können. Weil noch ein großer Teil des Geldes fehlte, hat die polnische Speerwerferin und Olympia-Zweite Maria Andrejczyk ihre Silbermedaille kurzerhand versteigert.

Es gibt wohl wenig großartigeres, als bei Olympia anzutreten und eine der Medaillen zu gewinnen. Die polnische Speerwerferin Maria Andrejczyk hat das geschafft und trotzdem etwas noch wichtigeres gefunden: Ihre Silbermedaille versteigerte sie, um die Herzoperation für ein herzkrankes Baby zu ermöglichen.

Kleines Baby braucht dringend notwendige Herzoperation

Maria Andrejczyk habe im Internet erfahren, dass der acht Monate alte Milosz aus Cieszyn in Schlesien eine dringend notwendige Herzoperation benötige. Von der erforderlichen Summe von 1,5 Millionen Złoty (umgerechnet etwa 330 000 Euro) war lediglich die Hälfte zusammengekommen. Andrejczyk entschloss sich daher, die andere Hälfte zu übernehmen.

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Die Athletin war 2018 selbst an Knochenkrebs erkrankt, konnte aber erfolgreich behandelt werden. Vielleicht lag es auch daran, dass sie so entschlossen handelte: "Ich habe nicht lange darüber nachgedacht, es ist die erste Spendenaktion, an der ich teilnahm, und ich wusste, es ist die richtige", schrieb die Topsportlerin auf Instagram.

Doppeltes Happy-End nach Spendenaufruf

Nach ihrem Spendenaufruf gab es ein doppeltes Happy-End: Die Medaille wurde von einer polnischen Supermarktkette ersteigert und habe genug Geld bezahlt, um die Operation für den kleinen Milosz zu ermöglichen. Außerdem darf die Speerwerferin ihre Medaille weiterhin behalten.

"Wir sind berührt von der schönen und ungewöhnlich edlen Geste unserer Olympia-Athletin", schrieb die Kette auf Facebook.

tvm

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