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Uniklinik Dresden Jan Böhmermann sammelt Hunderttausende Euro für Klinik: "Wir sind enorm dankbar"

Jan Böhmermann
Jan Böhmermann moderiert neben dem "ZDF Magazin Royale" auch zusammen mit Olli Schulz den Podcast "Fest und Flauschig"
© Future Image / Imago Images
In seinem Podcast warb Jan Böhmermann um Spenden für die Uniklinik Dresden. Mehr als 300.000 Euro kamen zusammen. Damit wird nun die Stelle eines Mitarbeiterberaters finanziert.

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass Jan Böhmermann in seinem Podcast "Fest und Flauschig", den er gemeinsam mit dem Musiker Olli Schulz betreibt, einen Spendenaufruf startete. Der Moderator des "ZDF Magazin Royale" animierte die Zuhörer:innen dazu, der Dresdner Uniklinik zu helfen – genauer gesagt den Mitarbeitenden.

In der Weihnachtsfolge des Podcasts sammelten Böhmermann und Schulz Spenden für verschiedene Projekte. Das Geld, das die Zuhörer:innen an die Uniklinik in der sächsischen Landeshauptstadt gaben, sollte ausdrücklich dem Gesundheitspersonal zugute kommen, das damals angesichts der Corona-Pandemie unter starker Belastung stand. Insgesamt kamen 317.500 Euro zusammen. Nun ist klar, wie der Teil des Geldes, der nach Dresden geht, eingesetzt wird.

Jan Böhmermann: Podcast-Spende finanziert Stelle am Dresdner Klinikum

In diesem Monat habe ein professioneller Mitarbeiterberater seine Arbeit aufgenommen, teilte die Uniklinik mit. Nach mehr als zwei Jahren Pandemie sei der Bedarf nach einem ganzheitlichen Ansatz gestiegen. Der Berater soll psychologische Unterstützung für Mitarbeitende und deren Angehörige anbieten und "bei der Suche nach individuellen und passgenauen Lösungen ihrer Sorgen und Anliegen" helfen.

Die Stelle werde in den ersten Jahren durch das Geld aus der Spendenaktion von Böhmermann und Schulz finanziert, hieß es in einer Mitteilung der Uniklinik. In Dresden ist die Freude darüber groß. "Wir sind Jan Böhmermann enorm dankbar für diese große Spende und die damit verbundene Ermöglichung dieser höchst relevanten Position", sagt Dr. Andreas Sperl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Hochschulmedizin Dresden.

"In den mehr als zwei Jahren Pandemie haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Enormes geleistet und sahen sich noch nie dagewesenen Belastungssituationen und Herausforderungen gegenüber", sagte Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums. "Wir merken, dass für einen Teil der Mitarbeitenden aus dieser Zeit sowie aus den aktuellen politischen Situationen und den mitunter neuen beruflichen Anforderungen heraus Probleme entstehen – nicht nur innerhalb der Teams, sondern oft im privaten und familiären Kontext."

Quelle: Uniklinikum Dresden

epp

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