Mangel an Pflegekräften Im vergangenen Winter kämpfte diese Klinik gegen eine Corona-Triage. Jetzt ist das Virus nicht mehr die größte Sorge

Tobias Kolbe kümmert sich um einen Intensivpatienten
Tobias Kolbe, 32, ist Intensivpflegekraft am Universitätsklinikum Dresden. "Die Coronawellen sind an uns in der Pflege nicht spurlos vorbeigegangen", sagt er. Manche Kollegen hätten sich beruflich umorientiert
© Bertram Solcher
Energiepreise, hohe Corona-Infektionszahlen und ein Mangel an Pflegekräften – den Krankenhäusern in Deutschland steht ein schwieriger Winter bevor. Wie angespannt ist die Lage? Ein Bericht aus dem Universitätsklinikum Dresden.

Das Auf und Ab der Pandemie zeigt sich am Universitätsklinikum Dresden an kleinen Magneten mit Ausrufezeichen drauf. Sie hängen auf einem Plan am Eingang der Anästhesiologischen Intensivstation, alle Krankenbetten sind darauf verzeichnet und die Namen der Patienten. Die Patienten mit einem Ausrufezeichen, "das sind die besonders schweren Fälle", sagt der Intensivpfleger Tobias Kolbe.

Die Lage in vielen deutschen Krankenhäusern ist prekär wie seit Langem nicht mehr. Dreifach werden die Kliniken in diesen Wochen belastet: Die Corona-Zahlen steigen, die Energiepreise klettern in unbekannte Höhen und vor allem fehlt Personal, insbesondere in der Pflege.

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