Kaufhof erneut vor dem Aus Sie arbeitet seit 1985 bei Kaufhof: "Wir Mitarbeiter sind nicht verbittert, aber enttäuscht, wütend"

Portrait Kaufhof-Mitarbeiterin Heike Waschelitz
Angestellte Waschelitz, 54, vor dem Kaufhof in Neuss
© Jana Bauch / stern
Seit 37 Jahren arbeitet Heike Waschelitz bei Kaufhof. Sie hat dort ihre zweite Familie gefunden – und viel Missmanagement erlebt. Das sagt Waschelitz über Benko und die Zukunft ihres Arbeitsplatzes.

Frau Waschelitz, können Sie sich an Ihren ersten Arbeitstag erinnern?
Das kann ich. Es war 1985, als ich hier im Kaufhof Neuss meine Lehre zur Einzelhandelskauffrau antrat. Ich war erst 17 und musste meine Mutter mitbringen. Die Kaufhof-Mitarbeiter im letzten Lehrjahr bewirteten uns in der Kantine und hießen uns willkommen. Dann wurden wir in unsere Abteilungen verfrachtet. Es wirkte alles sehr familiär.

War der Kaufhof Ihr Herzenswunsch?
Nein, es war eher Zufall. Ich wollte gar nicht in den Einzelhandel, aber meine Schwester, die in der Branche arbeitete, überredete mich. Ich habe mich beworben, und der Kaufhof hat sich als Erstes gemeldet. Das Unternehmen hatte damals einen sehr guten Ruf.

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