Spiritualität Die Menschen verlassen in Scharen die Kirche. Doch was tritt an die Stelle Gottes? Ein Blick in Deutschlands Seele

Illustration großer bunter Kirchenfenster, die von Menschen betrachtet werden
In der Kathedrale der Moderne ist für jeden was dabei (v. l.): klassisches Christentum, fernöstliches Yoga, esoterische Lehren und postmoderne Gemeinschaften der sozialen Netzwerke
© Luisa Jung
In der Pandemie googeln die Menschen nach Gebeten, suchen Sinn und Halt in ihrem Glauben – allerdings meist außerhalb der Kirchen. Und doch bedeuten die Austritte keinen Abschied vom Glauben. Auf der Suche nach den neuen Heilsversprechern. 

Manchmal scheint die Welt völlig aus den Fugen zu geraten. Eben noch war alles gut, und dann hagelt es schlechte Nachrichten. Hiob erging es so. Der reiche, fromme Großbauer lebte glücklich mit seiner Frau und zehn Kindern im Land Uz im Nahen Osten. Plötzlich meldeten Boten: Seine Knechte seien getötet, seine Tiere gestohlen oder verbrannt, seine Söhne vom Sturm erschlagen worden. Schließlich wurde er auch noch schwer krank. Er haderte mit Gott: Warum lässt er das zu? Am Ende führt ihn sein sattelfestes Gottvertrauen zurück ins Glück.


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