Nach der Verkündung seines bevorstehenden Abschieds vom Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC hat sich Trainer Christian Eichner erstmalig zu seinen Zukunftsplänen geäußert. Einen Kontakt zum 1. FC Union Berlin, mit dem es laut Medienberichten bereits Gespräche gegeben haben soll, dementiert der Coach zwar. Er sagte bei Sky aber auch: "Ab dem 1. Juli kann ich mir nahezu alles vorstellen. Ich bin nicht festgezurrt auf irgendeinen Ort oder auf irgendein Spielsystem."
Angesprochen auf den kolportierten Austausch mit Berliner Verantwortlichen erklärte Eichner: "Ich habe mich in den letzten Tagen nur mit meiner Mannschaft, mit dem KSC und mit meiner Familie beschäftigt."
In Berlin war am späten Samstagabend Marie-Louise Eta als Nachfolgerin von Steffen Baumgart zur Cheftrainerin der Eisernen befördert worden. Die 34-Jährige ist die erste Frau in diesem Amt bei einem Bundesligisten. Das Engagement ist vorerst auf die restlichen fünf Partien im Saisonschlussspurt befristet.
Nachfolger noch unklar
Karlsruhe wird sich im Sommer auf der Trainerposition neu aufstellen, obwohl Eichners Vertrag ursprünglich bis 2027 gültig war. Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann hatte die Entscheidung damit erklärt, dass nach mehr als sechs Jahren "frische Impulse" nötig seien.
Wer die Eichner-Nachfolge antritt, ist noch unklar. Laut "Kicker" gehört auch der frühere Kölner Coach und ehemalige KSC-Interimstrainer Lukas Kwasniok zu den Kandidaten. Demnach soll bereits ein Treffen mit dem 44-Jährigen auf Gran Canaria stattgefunden haben.