3. Fußball-Liga
Ulm plant Neuaufbau: Trainer Dotchev muss im Sommer gehen

Für Trainer Pavel Dotchev ist beim SSV Ulm im Sommer Schluss. (Archivbild) Foto: Robert Michael/dpa
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Der abstiegsbedrohte SSV Ulm präsentiert nicht nur seinen künftigen Sportchef, sondern direkt noch eine Entscheidung auf dem Trainerposten. Vorstandschef Schwärzel erklärt die Hintergründe.

Der abstiegsbedrohte Fußball-Drittligist SSV Ulm wird sich zum Saisonende von Trainer Pavel Dotchev trennen. Das kündigte Vorstandschef Dominik Schwärzel bei einer Pressekonferenz an, auf der auch der künftige Sportdirektor Murat Isik vorgestellt wurde.

Die Ulmer liegen drei Spieltage vor Schluss bereits acht Punkte hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz. Der erneute Absturz in die Regionalliga ist kaum noch zu vermeiden. Am Samstag treffen die Schwaben auf Viktoria Köln.

"Wir haben uns dazu entschieden, zukünftig den Weg in der Regionalliga nicht mit Pavel Dotchev zu gehen", sagte Schwärzel. Man habe mit dem Coach ein "gutes Gespräch" gehabt. Dotchev, der das Amt im November übernommen hatte, habe "hervorragende Arbeit geleistet", so Schwärzel weiter. Der Club strebe aber einen "konsequenten Neuaufbau auf allen Ebenen" an.

Isik will "mehr Regionalität" im Kader

Ein prägendes Gesicht der neuen Struktur soll Isik, aktuell noch Trainer des Regionalligisten TSG Balingen, werden. Der 50-Jährige tritt seinen Posten offiziell zum 18. Mai an. Es sei ihm wichtig, künftig "mehr Regionalität und Identifikation" in den Kader zu bekommen, erklärte Isik. Ziel müsse sein, dass 60 bis 70 Prozent des Spieleraufgebots aus der Umgebung kommen.

Zudem soll ein einheitliches Spielsystem ab der U15 implementiert werden und für mehr Durchlässigkeit vom Nachwuchs bis in die erste Mannschaft sorgen.

Isik folgt in Ulm auf Stephan Schwarz, von dem sich der Club bereits Anfang März getrennt hatte. Zuvor war auch schon Ex-Sportchef Markus Thiele der sportlichen Misere der Schwaben zum Opfer gefallen. Ein Jahr nach dem Abstieg aus der zweiten steht nun auch der aus der dritten Liga bevor.

dpa