Bundesliga-Endspurt
Hoffenheim beim HSV: "Her mit dem Druck"

In Hamburg gefordert: Hoffenheims Trainer Christian Ilzer. (Archivbild) Foto: Uwe Anspach/dpa
In Hamburg gefordert: Hoffenheims Trainer Christian Ilzer. (Archivbild) Foto
© Uwe Anspach/dpa

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Was macht die TSG Hoffenheim aus dem Sieg gegen Dortmund? Chefcoach Christian Ilzer spricht über eine Seifenblase, zwei mögliche Ausfälle und verbotene Szenarien.

Den Last-Minute-Erfolg gegen Borussia Dortmund hat die TSG 1899 Hoffenheim schnell abgehakt, jetzt konzentrieren sich die Kraichgauer im Saisonendspurt ganz auf die ersehnte Champions League-Teilnahme. "Für uns ist dieser Sieg wie eine Seifenblase, die schön anzusehen war, aber im gleichen Moment schon wieder zerplatzt ist", versicherte Trainer Christian Ilzer vor der nächsten Herausforderung beim Hamburger SV im Samstagabend-Spiel (18.30 Uhr/Sky) der Bundesliga. 

"Die Spieler dürfen träumen"

Als Tabellenfünfter liegt die TSG zwei Punkte vor Leverkusen, nach dem HSV-Spiel empfängt sie den direkten Konkurrenten VfB Stuttgart. "Nicht in Tabellen denken, nicht in den Szenarien denken – wir wollen die letzten Wochen einfach Topleistungen abliefern, auf das bereiten wir uns vor. Die Spieler dürfen träumen", sagte Ilzer.

Nach einer längeren Durststrecke zuvor ist die Stimmung rund um das Trainingszentrum in Zuzenhausen wieder bestens. Ergebnisse gegen andere Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel - 0:1 gegen St. Pauli, 1:1 gegen Wolfsburg, 1:2 gegen Mainz - sind den Hoffenheimern aber Warnung genug.

"Vier wundervolle Chancen"

"Ich will einfach die Champions League erreichen, das ist Fakt", hatte Toptorjäger Andrej Kramaric zuletzt betont. Ilzer hört das gerne. "Druck gehört einfach dazu, ist ja nichts Negatives. Das zeigt einfach, dass es um was geht. Es geht bei uns was in die absolut positivste Richtung", erklärte der 48 Jahre alte Österreicher. "Jetzt her mit dem Druck. Wir lieben es, dort zu sein, wo wir gerade sind, und haben vier wundervolle Chancen, auf der Zielgeraden unsere Saison zu krönen." 

Burger und Hajdari angeschlagen 

Ilzer geht davon aus, dass er seine gegen den BVB erfolgreiche Elf ändern muss in Hamburg: In Wouter Burger und Albian Hajdari sind zwei Stammspieler angeschlagen. Es ist übrigens das Duell zwischen der laufschwächsten Mannschaft der Liga - der HSV rannte im Schnitt 114,6 Kilometer pro Spiel - und der laufstärksten (Hoffenheim mit 123,2). 

Dass die Hamburger zuletzt schwächelten und personelle Probleme haben, ficht Ilzer nicht an: "Wenn ich den Kader vor mir sehe, dann sehe ich genügend fitte, extrem schnelle Spieler."

dpa