Energie Prognose: Kalter Winter treibt Heizkosten deutlich nach oben

Prognose: Hoher Anstieg bei Heizkosten in Baden-Württemberg. (Symbolbild) Foto: Sina Schuldt/dpa
Prognose: Hoher Anstieg bei Heizkosten in Baden-Württemberg. (Symbolbild) Foto
© Sina Schuldt/dpa
Kälterer Winter, höhere Heizkosten: In Baden-Württemberg fällt der Anstieg 2025 einer Prognose zufolge am höchsten aus. Was kommt da auf die Geldbeutel der Menschen zu?

Die Menschen in Baden-Württemberg müssen sich einer Prognose zufolge wegen des kalten Winters auf deutlich höhere Heizkosten für das vergangene Jahr einstellen. Im Schnitt sei es 2025 kälter als 2024 gewesen, was zu einem gestiegenen Energieverbrauch führe, teilte der Energiedienstleister Techem mit. 

Unter allen Bundesländern sei Baden-Württemberg davon am stärksten betroffen. Im Südwesten müssten die Verbraucherinnen und Verbraucher demnach mit einem Kostenanstieg von 14,2 Prozent rechnen.

Hoher Anstieg in Karlsruhe

Und auch bei einem weiteren Ranking liegt der Südwesten an der Spitze. Von deutschlandweit 52 analysierten Städten erwartet Techem in Karlsruhe den größten Kostenanstieg. Hier sei mit einem Anstieg von 21 Prozent zu rechnen. Auf dem zehnten Platz landete Stuttgart (plus 11,8 Prozent) und auf dem zwölften Rang Freiburg (plus 11,5 Prozent).

Zum Vergleich: Deutschlandweit dürften die Heizkosten im Schnitt um 8,6 Prozent gegenüber 2024 steigen, schätzt Techem. Einen deutlichen Anstieg der Heizkosten für 2025 erwartet auch das Vergleichsportal Verivox.

Sinkende Energiepreise, aber höherer Verbrauch

Gregor Peter Schmitz mit den Buchstaben GPS

Wollen Sie nichts mehr vom stern verpassen?

Persönlich, kompetent und unterhaltsam: Chefredakteur Gregor Peter Schmitz sendet Ihnen jeden Mittwoch in einem kostenlosen Newsletter die wichtigsten Inhalte aus der stern-Redaktion und ordnet ein, worüber Deutschland spricht. Hier geht es zur Registrierung.

Zwar seien die Preise für Gas und Strom leicht gefallen und für Heizöl sogar deutlich um gut acht Prozent. Doch der höhere Verbrauch wegen der niedrigeren Temperaturen überkompensiere diesen Effekt.

Die Prognose basiert den Angaben zufolge auf Wetter- und Preisdaten, wobei von einem linearen Zusammenhang zwischen Temperatur und Heizenergieverbrauch ausgegangen wurde.

dpa