Nachdem bei einer großen Suchaktion auf dem Bodensee eine Leiche gefunden worden ist, bemühen sich die Ermittler um die Identifizierung der toten Person. Die Staatsanwaltschaft prüfe dabei auch die Möglichkeit einer Obduktion, teilte eine Sprecherin der Polizei am Morgen mit. Bereits am Montag hieß es von der Polizei, es solle ein DNA-Abgleich gemacht werden. Die Ermittler wollen demnach klären, ob es sich bei der Leiche um eine Frau handelt, die laut einer Zeugenaussage am Sonntag angeblich auf einer Fähre über Bord gegangen sein soll.
Die Rettungskräfte waren am späten Sonntagabend nach einem Notruf von einer Fähre auf der Überfahrt von Meersburg nach Konstanz ausgerückt. Ein Mann wollte laut Wasserschutzpolizei zuvor bemerkt haben, dass eine Frau über Bord gegangen war. Er hatte sie demnach an einer Reling stehen sehen. Als er sich umgedreht habe, habe er ein Klatschen gehört und angenommen, dass die Frau über Bord gegangen sei.
Neun Boote, mehrere Drohnen und ein Spürhund hatten daraufhin stundenlang nach der Frau gesucht. Auch ein Polizeihubschrauber und ein Wasserspürhund wurden eingesetzt. Die Polizei hatte zunächst Entwarnung gegeben und von einer Wahrnehmungstäuschung als Auslöser für die Suche gesprochen.