Traditionsduell gewonnen - letzte Abstiegssorgen womöglich abgestreift: Dem 1. FC Nürnberg ist mit einem 3:0 (1:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern ein rundum gelungener Fußball-Nachmittag gelungen. Durch den zweiten Sieg in Serie nach dem wichtigen Erfolg bei Holstein Kiel festigte der "Club" seinen Mittelfeldplatz in der Tabelle der 2. Bundesliga.
Mann des Tages war Abwehrspieler Luka Lotschoshwili, dem in der 2. und 83. Minute ein Doppelpack gelang. Adam Markhiev hatte dazwischen mit einem Foulelfmeter das zweite "Club"-Tor erzielt (58.). Eine der besten Leistungen der vergangenen Monate hätte das Team von Coach Miroslav Klose im Duell gegen dessen früheren Verein sogar mit noch mehr Treffern krönen können.
FCN-Profi Justvan: "Verdient gewonnen"
"Bis auf ganz kleine Phasen war es über 90 Minuten sehr gut, sehr diszipliniert", meinte der starke Offensivspieler Julian Justvan. "Es hat jeder für den anderen gekämpft. Deshalb haben wir verdient gewonnen." Der FCK indes verpasste nach dem Derby-Erfolg über Karlsruhe den nächsten Sieg und hat wohl auch die letzte Mini-Chance auf den Aufstieg verspielt. Im Max-Morlock-Stadion zeigten die "Roten Teufel" eine schwache Vorstellung.
Für die Gastgeber begann die Partie nach Wunsch, gleich den ersten Eckball köpfte Lotschoshwili zur Führung ins Tor. Nachlegen konnten die Franken, bei denen Kapitän Fabio Gruber nach zwei Spielen Pause wegen muskulärer Probleme ein Comeback gab, zunächst trotz guter Chancen nicht. Stattdessen kamen die Gäste von Coach Torsten Lieberknecht etwas auf: In der 37. Minute klärte FCN-Torwart Jan Reichert einen Ball von Paul Joly an die Latte.
Ungeschicktes Foul im Strafraum sorgt für Vorentscheidung
In Durchgang zwei gab es nach einem ungeschickten Foul im Strafraum von Lauterns Semih Sahin an Mohamed Ali Zoma dann Elfmeter - Markhiev verwandelte zum 2:0. Die Gegenwehr der Pfälzer war dadurch gebrochen und die Franken kamen zu Chancen über Chancen. Lotschoshwili sorgte vor 39.849 Zuschauern mit einem Flachschuss für die Entscheidung.
In der Nachspielzeit jubelte der gerade erst eingewechselte Adriano Grimaldi sogar noch über den Treffer zum vermeintlichen 4:0 - nach Einwand des Videoassistenten wegen eines Handspiels wurde das Tor aber aberkannt.