München
Blumen für den Neu-OB: Stadtrat gratuliert Krause

Der neu gewählte Oberbürgermeister bekam Glückwünsche und Blumen. Foto: Sven Hoppe/dpa
Der neu gewählte Oberbürgermeister bekam Glückwünsche und Blumen. Foto
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Dominik Krause leitet seine erste Stadtratssitzung als gewählter Münchner OB. Es gibt Glückwünsche und Blumen. Doch wie genau es bis zur offiziellen Amtsübergabe weitergeht, das weiß auch er nicht.

Der Münchner Stadtrat hat dem neu gewählten Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) zu seinem Wahlerfolg gratuliert. Zu Beginn der ersten Sitzung nach der Wahl wünschte die Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) ihm "von Herzen alles Gute" und "immer ein glückliches Händchen". Der 35-Jährige bedankte sich. Er hoffe, "dass es noch einen kleinen Übergabe-Akt geben wird".

Bislang gebe es Übergabegespräche "auf Büroebene", sagte Krause nach der Sitzung. Er gehe davon aus, dass es auch noch ein Gespräch zwischen ihm und seinem Vorgänger Dieter Reiter (SPD) geben werde. "Aber das hat noch nicht stattgefunden."

Krause ist nämlich noch gar nicht im Amt – das ist erst ab dem 1. Mai der Fall. Die offizielle Amtseinführung soll am 11. Mai stattfinden, dann wird auch der neu gewählte Stadtrat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammentreten.

Unklar, ob Reiter nochmal ins Rathaus zurückkehrt

Weil Noch-Amtsinhaber Reiter sich nach seiner überraschend deutlichen Wahlniederlage gegen Krause aber "bis auf Weiteres" krankgemeldet hat, führt der bisherige Zweite Bürgermeister nun die Amtsgeschäfte. Ob das bis zur offiziellen Übergabe so bleibt, weiß Krause nach eigenen Angaben nicht. Er gehe davon aus, dass Reiter mindestens bis Ostern krankgeschrieben sei. Wie es danach weitergehe, sei unklar.

Krause hatte den 67 Jahre alten Reiter, der vor der Wahl unter anderem wegen seiner nicht genehmigten Tätigkeiten für den FC Bayern München und dem Umgang damit massiv in die Kritik geraten war, in der Stichwahl überraschend deutlich geschlagen und 56,4 Prozent der Stimmen bekommen. Reiter hatte daraufhin das Ende seiner politischen Karriere verkündet und am Morgen nach der Wahl alle seine Profile in den sozialen Medien gelöscht.

dpa

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