Nürnberg Ermittlungen nach tödlichen Polizeischüssen eingestellt

In einem Mehrfamilienhaus in Nürnberg hat ein Polizist im vergangenen März auf einen 38-Jährigen geschossen und ihn tödlich verl
In einem Mehrfamilienhaus in Nürnberg hat ein Polizist im vergangenen März auf einen 38-Jährigen geschossen und ihn tödlich verletzt. (Archivbild) Foto
© Daniel Löb/dpa
Ein 38-Jähriger in Nürnberg stirbt durch Schüsse aus einer Dienstwaffe. Rund elf Monate später gibt die Staatsanwaltschaft das Ergebnis der Ermittlungen bekannt.

Nach tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen 38-Jährigen in Nürnberg hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt. "Das Verfahren ist eingestellt worden, weil man nach den Ermittlungen von einer Notwehrlage für die Polizeibeamten ausgehen muss", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg.

Der 38-Jährige hätte Anfang März vergangenen Jahres wegen Verdachts auf Körperverletzung in Untersuchungshaft kommen sollen, wie die Polizei damals mitteilte. Eine Polizeistreife sei deshalb zur Wohnung des Mannes in einem Mehrfamilienhaus im Süden Nürnbergs gefahren, um ihn festzunehmen. 

Nach Angaben der Sprecherin kam es dabei zu einer Auseinandersetzung. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der 38-Jährige ein größeres Küchenmesser in die Hand genommen und sich damit auf einen Polizisten zubewegt habe. Der Beamte habe nicht mehr ausweichen können und zwei Schüsse auf den Mann abgegeben, um einen Messerangriff zu vermeiden. Der 38-Jährige wurde laut der Sprecherin im Oberkörper getroffen. Er starb trotz Wiederbelebungsversuchen an seinen Verletzungen.

Angehörige des 38-Jährigen haben laut der Sprecherin die Möglichkeit, Beschwerde gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft einzulegen. Dann könne sich die Generalstaatsanwaltschaft mit dem Fall befassen.

dpa