Vertriebene
Sudetendeutsche feiern Pfingsttreffen erstmals in Tschechien

Der CSU-Politiker und frühere Europaabgeordnete Bernd Posselt ist Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe. (Archivbild) Foto:
Der CSU-Politiker und frühere Europaabgeordnete Bernd Posselt ist Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe. (Archivbild) Foto
© Daniel Karmann/dpa

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Mit Tanz und Musik soll das Sudetendeutsche Treffen in Brünn beginnen. Doch es wird auch mit Protesten gerechnet. Minister der tschechischen Regierung bleiben der Veranstaltung fern.

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft kommt erstmals in Tschechien zu ihrem traditionellen Pfingsttreffen zusammen. Die viertägige Veranstaltung in Brünn (Brno) beginnt am Freitagnachmittag mit Tanz, Musik und einem langen Tisch der Begegnung in einem Stadtpark. Zur Hauptkundgebung auf dem Messegelände am Sonntag wird unter anderem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder erwartet. Sprecher der Sudetendeutschen ist der CSU-Politiker Bernd Posselt.

Das Motto des sogenannten Sudetendeutschen Tags lautet "Alles ist Begegnung". Eingeladen wurden die Vertriebenen von dem Dialogfestival "Meeting Brno". Dies gilt als ein historisches Zeichen der Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen. Doch es wird auch mit rechten Protesten gerechnet. Die Minister der tschechischen Regierung des Milliardärs Andrej Babis wollen dem Treffen fernbleiben.

Rund drei Millionen Sudetendeutsche wurden nach dem Zweiten Weltkrieg und den Schrecken der Nazi-Besatzung aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben. Die meisten fanden in Deutschland eine neue Heimat, nur ein kleiner Teil ging nach Österreich. Bayern übernahm 1954 offiziell die Schirmherrschaft über die Volksgruppe.

Sudetendeutscher Tag, auf Deutsch Dossier zur Vertreibung der Bundeszentrale für politische Bildung Festival "Meeting Brno", auch auf Deutsch

dpa