Wohnmobil-Diebstahl
Polizei stoppt gestohlenes Wohnmobil mit Nagelgurt in Polen

Der Fahrer eines geklauten Wohnmobils hat eine Grenzkontrolle zwischen Tschechien und Polen ignoriert. (Symbolbild) Foto: Stefan
Der Fahrer eines geklauten Wohnmobils hat eine Grenzkontrolle zwischen Tschechien und Polen ignoriert. (Symbolbild) Foto
© Stefan Sauer/dpa
In München werden immer mehr teure Wohnmobile gestohlen. Ein Fall endete nun in Polen – die Polizei ermittelt wegen Organisierter Kriminalität. Wie sie einem mutmaßlichen Täter auf die Schliche kam.

Nach gehäuften Diebstählen von Wohnmobilen in München ist nun in einem Fall ein mutmaßlicher Täter in Polen gefasst worden - am Steuer eines geklauten Fahrzeugs und ohne Führerschein. Wie die Münchner Polizei berichtete, hatte der 17-Jährige zuvor eine Grenzkontrolle zwischen Tschechien und Polen ignoriert und war einfach weitergefahren. Erst in der Stadt Lubawka sei es Beamten gelungen, das Gefährt mit einem Nagelgurt auf der Straße zu stoppen und den 17-Jährigen festzunehmen.

Kennzeichen-Dubletten

Nach Angaben der Ermittler flüchtete der junge Mann zunächst zu Fuß, konnte dann aber wenig später gefasst werden. Nun sitzt er in Polen in Haft. Das Wohnmobil war laut Polizei in der Nacht zum 19. Februar im Münchner Stadtteil Moosach geklaut worden, wo es am Fahrbahnrand abgestellt worden war. Danach entfernten der oder die Täter die alten Kennzeichen und brachten Dubletten eines anderen in Deutschland zugelassenen Wohnmobils an. Einen Tag später erfolgte dann bereits die Festnahme.

Häufung von Diebstählen

Wie ein Polizeisprecher sagte, werden in München derzeit vermehrt teure Wohnmobile geklaut. Seit Anfang Januar seien insgesamt fünf Diebstähle gemeldet worden. Die Ermittler gehen von Organisierter Kriminalität aus. Der Wert des nun aufgespürten Wohnmobils liegt laut Polizei im mittleren fünfstelligen Bereich.

Ob der vorliegende Fall in Zusammenhang mit den anderen Diebstählen steht, werde noch ermittelt, sagte der Sprecher. Das Fahrzeug war mit Hilfe einer Sachfahndung im Schengener Informationssystem entdeckt worden. Es sei von den polnischen Behörden sichergestellt worden und werde bis zur Übergabe an den Eigentümer verwahrt.

dpa