Nun wartet der Titelverteidiger: Gleich nach dem 94:73-Erfolg bei den Löwen Braunschweig in der Basketball-Bundesliga ging der Blick von Alba Berlin sofort in Richtung Champions League. Dort tritt das Team von Trainer Pedro Calles am Mittwoch im ersten Viertelfinalspiel bei Vorjahressieger Unacaja Malaga (20.30 Uhr/Dyn) an. "Das ist genau der Gegner, den keiner haben wollte. Das schlechteste Los für uns", sagte Sportdirektor Himar Ojeda.
Zudem ist auch die Anreise kompliziert. Denn weil in Berlin gerade Ferien sind, gab es keinen freien Flieger mehr, so dass extra eine Chartermaschine gebucht werden musste. Gespielt wird in einer Best-of-Three-Serie, so dass Alba theoretisch am 15. April noch einmal zu einem Entscheidungsspiel nach Andalusien fliegen müsste.
Im Testspiel war Alba noch chancenlos
Dafür müssten die Berliner aber eines der beiden ersten Partien der Serie gewinnen. Eine schwierige Aufgabe, denn Malaga ist das Maß der Dinge in der Champions League. "Es ein wirklich gutes Team, dass die letzten beiden Champions-League-Saisons gewonnen hat und im Jahr davor waren sie im Finale. Und sie sind wieder der Topfavorit auf den Titel", sagte Calles.
Im August trafen beide Teams bei einem Test in der Saisonvorbereitung schon aufeinander. Damals siegte Malaga deutlich 92:76. "Ich mache mir Hoffnung, dass wir jetzt ein deutlich besseres Team", sagte Kapitän Jonas Mattisseck. Alba ist dennoch klarer Außenseiter. Das sieht der 26-Jährige aber auch als Chance. "Die haben den Druck, gerade im ersten Spiel zu Hause. Und wir können befreit aufspielen. Ich glaube, das hatten wir eine Weile nicht, dass wir frei aufspielen konnten ohne Druck", sagte er.