Mit Blick auf eine mögliche Teilnahme an der NBA Europe treibt Basketball-Bundesligist Alba Berlin den Bau eines eigenen Sportcampus voran. Dieser soll im Südosten der Hauptstadt eine Multifunktionsarena für bis zu 20.000 Fans umfassen. Neben Sportveranstaltungen sollen auch Konzerte und Konferenzen dort stattfinden. Entsprechende Konzepte präsentierten Manager Marco Baldi und Finanzdirektor Daniel Endres im Sportausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses.
Albas Zukunftscampus soll auf dem Gelände des Technologieparks Adlershof zwischen den S-Bahnstationen Adlershof und Johannisthal entstehen. Das Areal ist in Landesbesitz. "Es stehen Gespräche mit dem Land Berlin an, wie das Grundstück so genutzt werden kann, dass dort gebaut werden kann", berichtete Endres.
Berliner Senat unterstützt die Idee
Neben der Multifunktionsarena sollen auf dem Campus etwa auch eine Kita, eine Basketball-Sportschule und ein Leistungszentrum entstehen. "Wir wollen das Projekt maximal vorantreiben, sodass es Realität wird", erklärte Endres. Im Vorjahr habe man eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.
Die Idee wird vom Berliner Senat unterstützt. "Die NBA braucht einen Standort in der Sporthauptstadt Berlin – und Alba hat endlich eine Heimstätte für den Profisport und die Nachwuchsförderung", hatte Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) der dpa gesagt.
NBA Europe soll 2027 an den Start gehen
Der Basketball-Club spielt aktuell die meisten seiner Heimspiele in der Uber Arena am Ostbahnhof, die der Anschutz Entertainment Group gehört. Wegen hoher Mietkosten und immer wieder auftretender Terminprobleme sind die Berliner aber schon länger auf der Suche nach einer Alternative.
Die nordamerikanische Profiliga NBA will im Oktober 2027 einen Ableger in Europa an den Start bringen. Alba gilt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für einen der festen zwölf Startplätze. "Wenn wir ins Rennen gehen können mit einer Aussicht auf eine Arena und einen Campus, der unsere ganzen Qualitäten und Möglichkeiten auf den höchsten Stand bringt, dann hilft es auf jeden Fall auch bei der Bewerbung für die Lizenz", sagte Baldi.
Die Kosten soll ein amerikanisches Bankenkonsortium mitfinanzieren, hieß es. "Wir werden da schon mit einem dreistelligen Millionenbetrag rechnen müssen", erklärte Endres. Im besten Falle könne ab der Saison 2031/2032 in der neuen Halle gespielt werden.