Im Tarifstreit bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) ist die sechste Verhandlungsrunde abgeschlossen worden - allerdings wurde noch kein Ergebnis am Abend mitgeteilt. Über die Ergebnisse der Verhandlungen sollen zuerst am Freitag die Gremien von BVG und der Gewerkschaft Verdi unterrichtet werden, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. "Anschließend werden beide Parteien die Mitarbeitenden und die Öffentlichkeit über den Ausgang der Gespräche informieren."
Offen war daher zunächst noch, ob es eine Einigung im Tarifstreit gebe oder ob Verdi weitere Warnstreiks im Berliner Nahverkehr plant. Bereits zweimal hatte die Gewerkschaft in der laufenden Tarifauseinandersetzung in Berlin zu Warnstreiks aufgerufen.
Die Gewerkschaft verhandelte zunächst in allen Bundesländern parallel mit den Verkehrsunternehmen und Arbeitgeberverbänden über neue Tarifverträge. Inzwischen gibt es in mehreren Ländern Abschlüsse. In Berlin und Brandenburg steht eine Einigung aber noch aus.
Verhandelt wird in Berlin nicht über mehr Geld, sondern über bessere Arbeitsbedingungen im Rahmen des Manteltarifvertrags. Verdi fordert unter anderem mehr Urlaubstage, eine Mindestruhezeit zwischen den Schichten von elf Stunden sowie mehr Urlaubsgeld mit Umwandlungsmöglichkeit in freie Tage.