Auf dem Gelände des Heizkraftwerks Lichterfelde im Südwesten Berlins ist ein Feuer ausgebrochen. Betroffen ist ein Gebäude mit stillgelegten Anlagen, das gerade abgerissen wird, wie Feuerwehr und Betreiber mitteilten.
Vor Ort sind nach Angaben eines Sprechers etwa 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr. Der Brand betrifft nach ersten Erkenntnissen das Dach des Gebäudes in 44 Metern Höhe. Über dem Gelände war am Nachmittag eine dichte Rauchsäule zu sehen.
Das Gaskraftwerk selbst sei nicht betroffen, betonte ein Sprecher des Betreibers Berliner Energie und Wärme (BEW). Die Energieversorgung sei sichergestellt.
Unangenehme Erinnerungen
Das Kraftwerk Lichterfelde war Anfang Januar in die Schlagzeilen geraten, weil mutmaßliche Linksextremisten einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke nahe dem Komplex verübten. Folge war der bislang längste Stromausfall der Berliner Nachkriegsgeschichte.
Im Südwesten der Stadt waren 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Gewerbebetriebe ab 3. Januar teils tagelang ohne Strom und damit oft auch ohne Heizung. Am 7. Januar war die Stromversorgung wieder für alle hergestellt.