Deutsche Eishockey Liga
Eisbären mit starkem Endspurt: "Das Selbstvertrauen wächst"

Die Eisbären Berlin konnten mit fünf Siegen in Serie im Hauptrunden-Endspurt der DEL Selbstvertrauen für die Playoffs tanken. (A
Die Eisbären Berlin konnten mit fünf Siegen in Serie im Hauptrunden-Endspurt der DEL Selbstvertrauen für die Playoffs tanken. (Archivbild) Foto
© Andreas Gora/dpa
Zum Abschluss der DEL-Hauptrunde unterstreichen die Berliner mit drei überzeugenden Siegen gegen Spitzenteams ihre Ambitionen. Rechtzeitig zu den Playoffs hat der Titelverteidiger seine Form gefunden.

 Bei den Eisbären Berlin ist nach dem starken Endspurt in der Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL) das Selbstvertrauen zurückgekehrt. "Egal, wie viele Verletzte wir hatten, egal, wie schlecht wir teilweise gespielt haben, egal, wie es gelaufen ist – unser Ziel war immer die Meisterschaft", betonte Angreifer Andreas Eder nach dem überzeugenden 5:1 gegen den EHC Red Bull München am Sonntag bei MagentaSport. "Jetzt sind wir unter den ersten Sechs, und die Karten werden neu gemischt."

Nach einer lange Zeit durchwachsenen Saison, die von großen Personalproblemen und schwankenden Leistungen geprägt war, konnte sich der Titelverteidiger mit fünf Siegen hintereinander noch den direkten Einzug ins Viertelfinale sichern, in dem die Berliner nun ab dem 24. März auf die Straubing Tigers treffen.

In den abschließenden drei Hauptrundenspielen schlugen die Eisbären dabei den Hauptrundensieger Köln, den Tabellenzweiten Mannheim und eben die Münchener, die letztlich den vierten Rang belegten. "Gegen die Top-Teams hat es brutal viel Spaß gemacht, mit der Mannschaft so zu spielen", sagte Eder.

Angesichts des deutlichen Formanstiegs ist nun im Titelkampf mit dem Rekordmeister wieder zu rechnen. "Das Selbstvertrauen wächst", erklärte Cheftrainer Serge Aubin. "Wir haben unser Spiel vereinfacht und sind in der Defensive kompakter geworden. Ich glaube, es ist jetzt nicht leicht, gegen uns zu spielen."

Trainer Aubin mahnt: "Wir müssen so weitermachen"

Der Kanadier lobte ausdrücklich den Einsatzwillen seiner Profis in den jüngsten Begegnungen. "Sie haben das schon erlebt und wissen, dass wir in dieser Phase der Saison unser bestes Eishockey spielen müssen", sagte Aubin. "Zum Glück für uns ist genau das in letzten fünf Spielen eingetreten. Aber wir müssen so weitermachen. Das ist wirklich nur der Anfang."

Weiter geht es nun gegen einen vertrauten Gegner. Auch in den vergangenen beiden Jahren mussten die Berliner auf dem Weg zu ihren Meistertiteln in den Playoffs gegen Straubing antreten – und gewannen die Serien jeweils mit 4:1. "Wir wissen, dass es hart wird. Sie spielen wirklich gutes Eishockey", sagte Trainer Aubin über die Niederbayern, die in der Hauptrunde den dritten Platz belegten. "Aber für mich spielt es wirklich keine Rolle, wen wir vor uns haben. Wir müssen sicherstellen, dass wir unseren Stil spielen und unser Potenzial maximal nutzen. Wenn wir das tun, werden wir in jedem Spiel eine Chance haben."

Erst einmal können sich die Spieler aber vom kräftezehrenden Hauptrunden-Endspurt erholen. Statt der Pre-Playoffs erwarten sie nun drei freie Tage. "Ich bin brutal froh, dass ich nächste Woche nicht Eishockey spielen muss", räumte Eder ein.

dpa