Eisbären-Cheftrainer Serge Aubin hatte nach dem klaren Heimerfolg gegen die Kölner Haie bereits die Herausforderung im Rheinland im Blick. "Es war eine solide Leistung von den Jungs, aber wir sind noch nicht fertig", sagte der Kanadier nach dem 5:2 der Eisbären Berlin im fünften Halbfinalspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen den Hauptrunden-Ersten.
Schließlich braucht der Titelverteidiger, der in der Best-of-seven-Serie nun mit 3:2 führt, nur noch einen Sieg, um erneut ins Finale einzuziehen. Doch den muss er in Köln holen – und bislang konnte in der laufenden Serie noch keines der beiden Teams auf fremdem Eis gewinnen. Weil die Rheinländer als Hauptrundengewinner Heimrecht haben, dürfen sie sowohl das sechste Spiel am Montag (19.30 Uhr, live bei Magentasport) als auch eine mögliche siebte Begegnung in eigener Halle bestreiten.
Aubin erwartet "massive Herausforderung"
"Es wird eine massive Herausforderung", sagte Aubin. "Aber wir fühlen uns auswärts wohl. Es ist nicht so, dass uns das beunruhigt." Hoffnung bereitet dem Coach die jüngste Vorstellung seines Teams in Köln. Am vergangenen Mittwoch verloren die Berliner dort nur denkbar knapp mit 3:4 nach Verlängerung, weil sie einige Chancen in der Overtime ausließen. "Da haben wir auch gut gespielt", betonte er. "Jetzt müssen wir einen Weg finden, um über die Ziellinie zu kommen."
Zwei Tage später zeigten sich die Hauptstädter deutlich effizienter. Am Freitagabend nutzten sie bei ihren ersten drei Treffern Fehler der Kölner konsequent aus. Daran gilt es nun anzuknüpfen. "Der Fokus wird am Montag darauf liegen, dass wir einfach unser volles Potenzial ausspielen, unsere Chancen verwerten und diszipliniert bleiben", sagte Aubin.