Kriminalität
Aufruf zum Mord an Juden - Polizei sucht Täter

Vor zwei Wochen gab es in Ueckermünder Straße bereits antisemitische Schmiereien. (Archivbild) Foto: Christoph Soeder/dpa
Vor zwei Wochen gab es in Ueckermünder Straße bereits antisemitische Schmiereien. (Archivbild) Foto
© Christoph Soeder/dpa

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Vor rund zwei Wochen wurden an eine Hauswand in Berlin antisemitische Botschaften gesprüht. Nun gab es in derselben Straße erneut Schmierereien.

Nach auffälligen, großflächigen antisemitischen Schmierereien in einer Straße in Berlin-Prenzlauer Berg sucht die Polizei nach den Tätern. In der Nacht zum 11. April war dort ein großer Schriftzug mit dem Wortlaut "Kill all Jews" (übersetzt: "Alle Juden töten") neben den Eingang eines Wohnhauses gesprüht worden. Daneben wurde ein Hakenkreuz gezeichnet, wie die Polizei mitteilte. 

Am vergangenen Wochenende wurden dann in derselben Straße erneut ähnliche Graffitis an mehrere Wände geschmiert. Mehrere Medien berichteten. Nach einem Bericht der "Bild" malten engagierte Nachbarn eigenmächtig zwei Herzen über die Botschaften, um sie zu überdecken.

"Berlin ist ohne jüdisches Leben nicht denkbar"

Zeugen werden um Hinweise zu den Tätern gebeten. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung und Sachbeschädigung. Ein Zusammenhang zwischen den Taten werde geprüft.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Bettina Jarasch, bezeichnete die Schmierereien als unerträglich. "Berlin ist ohne jüdisches Leben nicht denkbar. Es muss sichtbar, selbstverständlich und sicher sein", erklärte sie in einer Mitteilung.

dpa