Kriminalität Erste Hinweise nach tödlichen Schüssen - Racheakt?

Am Tatort in Berlin-Weißensee wurden am Tag der tödlichen Schüsse Spuren gesichert. Foto: Fabian Sommer/dpa
Am Tatort in Berlin-Weißensee wurden am Tag der tödlichen Schüsse Spuren gesichert. Foto
© Fabian Sommer/dpa
Ein 44-Jähriger stirbt an Schussverletzungen. Hängt sein Tod mit tödlichen Messerstichen vor einigen Monaten zusammen?

Nach tödlichen Schüssen in Berlin-Weißensee fahndet die Polizei weiter nach dem oder den Schützen. Bei der Behörde sind nach Angaben einer Sprecherin bislang fünf Hinweise eingegangen zu der Tat, bei der ein 44-Jähriger am frühen Samstagmorgen in einem Transporter getötet wurde. 

Der Tote ist nach Angaben der Polizei türkischer Staatsbürger. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Die Ermittler schließen einen Bezog zur Organisierten Kriminalität nicht aus, wie es hieß. Einen konkreten Bezug gab es nach den Angaben zunächst nicht. 

Nach einem "B.Z."-Bericht handelt es sich bei dem getöteten Mann um den Onkel eines Mannes, der im vergangenen Juli einen Mann in Gesundbrunnen erstochen haben soll. Damals war es in der Bastianstraße in Berlin-Gesundbrunnen zu einem Streit innerhalb einer größeren Personengruppe gekommen.

Rache für Tod von 30-Jährigem? 

Dabei erlitt ein 30-Jähriger nach damaligen Angaben der Polizei erhebliche Stichverletzungen, an deren Folgen er später in einem Krankenhaus starb. Der mutmaßliche Täter, ein 25-Jähriger, wurde ebenfalls verletzt und in eine Klinik gebracht. Dessen Onkel soll nun durch die Schüsse in Berlin-Weißensee getötet worden sein. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft kommentierte dies nicht. Eine Mordkommission ermittele in alle Richtungen, hieß es. 

Der 44-Jährige saß auf dem Fahrersitz eines Transporters, als in der Gustav-Adolf-Straße auf das Fahrzeug geschossen wurde. Er starb laut Polizei nach erfolglosen Wiederbelebungsversuchen an seinen schweren Verletzungen. 

Nach ersten Erkenntnissen fielen die Schüsse aus einem dunklen Fahrzeug, das direkt neben dem geparkten Transporter gehalten hatte. Der oder die Täter flüchteten. Die Polizei bittet mögliche Zeugen um Mithilfe.

dpa