Comedian und Schauspieler Max Giermann ("Switch Reloaded") findet positive Anerkennung für seine Rollen viel wichtiger als für seine Malerei. "Beim Schauspiel will ich ja gefallen. Wenn ich Comedy mache, will ich ja, dass die Leute lachen. Wenn die nicht lachen, habe ich ja versagt", sagte der 50-Jährige bei der Vernissage seiner neuen Kunstausstellung "Figuring Out" in Berlin.
Bei seiner Kunst sei das anders, sagte Giermann der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn das Bild jetzt jemandem nicht gefällt, dann bin ich so, ja so what?", sagte er. "Es ist mir tatsächlich ein bisschen egaler." Er male nicht, um anderen zu gefallen. Vielmehr habe er einen inneren Schaffensdrang. "Das Malen würde ich auch ohne Ausstellung machen."
Klaus Kinski darf nicht fehlen
Die neue Ausstellung des gebürtigen Freiburgers ist noch bis 13. Juni in der Janinebeangallery in Berlin-Mitte zu sehen. Es ist Giermanns erste Ausstellung in seiner Studienstadt. Seine großen Acrylbilder auf Leinwand zeigen Figuren, Köpfe und Körperfragmente. Eine Darstellung von Klaus Kinski darf natürlich nicht fehlen - Giermanns Parodien des Schauspielers haben Kultstatus. Kinski verfolge ihn auf eine Art, sagte der 50-Jährige. Zumindest in der Malerei sei damit jetzt Schluss. "Dieses Bild ist das letzte, das ich von Kinski gemacht habe, deswegen heißt es auch "Das Ende der Raserei"."
Giermann wuchs mit Malerei auf. In seinem Elternhaus wurde viel gemalt, seine Eltern waren Kunsterzieher, im Keller gab es ein Atelier. "Seit den jüngsten Jahren habe ich wahnsinnig viel und gerne gezeichnet. Ich würde sagen, überdurchschnittlich viel. Und ich glaube, meine erste Ausstellung hatte ich mit 8" - damals allerdings noch nicht in einer Galerie, sondern im Kreise der Familie. Nun habe er die Malerei nach einer 20-jährigen Schaffenspause wiederentdeckt.