Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen ist in Berlin unverändert – in Brandenburg ist sie hingegen gewachsen. Frauen verdienten im vergangenen Jahr in Berlin im Schnitt pro Arbeitsstunde 10 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen (unbereinigter Gender Pay Gap), wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Im Jahr 2024 waren es laut Angaben aus dem Vorjahr ebenfalls 10 Prozent.
Lücke im Westen größer als im Osten
In Brandenburg bekamen Frauen für ihre Arbeit im Schnitt 4 Prozent weniger - 2024 hatte die Lücke noch bei 2 Prozent gelegen. Sowohl Berlin als auch Brandenburg liegen jedoch bei den Einkommensunterschieden unter dem Bundesniveau von 16 Prozent. Die Lohnlücke blieb nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland 2025 unverändert.
2024 hatte sich die Lücke bundesweit um 2 Prozentpunkte verringert. 2006 hatte der Verdienstunterschied (unbereinigter Gender Pay Gap) noch 23 Prozent betragen. Weiterhin ist der Unterschied im Osten mit 5 Prozent deutlich kleiner als im Westen der Republik, wo eine Lücke von 17 Prozent klafft.
Brandenburg verzeichnete 2024 die geringste Lohnlücke aller Bundesländer. Nach dem Anstieg teilt sich das Bundesland seine Spitzenposition mit Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, wo die Lücke auch bei 4 Prozent liegt.
Equal Pay Day macht auf Verdienstunterschiede aufmerksam
Der unbereinigte Gender Pay Gap beschreibt den durchschnittlichen Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern, ohne dass dabei strukturelle Faktoren wie Qualifikation, Tätigkeit, Erwerbsbiografie oder Beschäftigungsumfang berücksichtigt werden.
Mit dem Equal Pay Day (an diesem Freitag) soll auf die ungleiche Bezahlung zwischen Männern und Frauen hingewiesen werden. Der Tag markiert symbolisch den Zeitpunkt im Jahr, bis zu dem Frauen rechnerisch "umsonst" gearbeitet haben, während Männer bereits seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.