Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel steht vor dem Heimspiel gegen den FC Schalke 04 unter Druck. Nach zwei schwachen Auftritten gegen den Tabellenletzten Fürth und den Nordrivalen Hannover droht an diesem Wochenende im schlimmsten Fall der Absturz auf den Relegationsplatz der 2. Fußball-Bundesliga.
"Wir haben aus den letzten beiden Spielen noch etwas gutzumachen", sagte Trainer Marcel Rapp bei seiner Pressekonferenz zu diesem Spiel (Sonntag, 13.30 Uhr/Sky). "Wir wissen, wie die Situation ist. Es läuft hier keiner durch die Gegend und weiß nicht, worum es geht. Man muss aber auch aufpassen, dass man sich nicht herbeiredet, wie schlecht alles ist. Man muss nicht jeden Tag irgendwelche Horrorszenarien an die Wand malen. Das brauchen wir nicht."
Wiedersehen mit Becker und Porath
Zwei langjährige Holstein-Profis wechselten vor dieser Saison zum aktuell ebenfalls kriselnden Aufstiegskandidaten Schalke: Verteidiger Timo Becker entschied sich schon während des Kieler Bundesliga-Jahres zu einer ablösefreien Rückkehr zu seinem Heimatclub. Mittelfeldspieler Finn Porath folgte dann Ende August, auch weil er zu Saisonbeginn bei den "Störchen" nicht mehr zur Startformation gehörte.
"Ich hätte mir meinen Abschied natürlich anders vorgestellt und er ist mir sehr schwergefallen", sagte Porath der "Ostsee-Zeitung". "Ich bereue den Schritt aber nicht, weil ich sehr gut in Gelsenkirchen angekommen bin."
Der 28-Jährige warnt seine neuen Kollegen vor seinem ehemaligen Club: "Wir wissen, dass Teams gegen Schalke immer sehr motiviert sind. Das war bei mir damals genauso."