33. Prozesstag Verteidigerin: Block-Prozess könnte bis Ende 2026 gehen

Der 33. Prozesstag begann mit scharfer Kritik der Verteidigung am Verlauf des Verfahrens. Foto: Marcus Brandt/Pool dpa/dpa
Der 33. Prozesstag begann mit scharfer Kritik der Verteidigung am Verlauf des Verfahrens. Foto
© Marcus Brandt/Pool dpa/dpa
Der Prozess gegen die Unternehmerin Christina Block läuft seit Juli vergangenen Jahres. Weitere Termine sind bis Ende Juni angesetzt. Wird das Verfahren wesentlich länger dauern?

Der Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder könnte bis Ende des Jahres gehen. Eine Verteidigerin erklärte vor der Strafkammer, sie habe eine Anfrage beantworten sollen, ob die Verteidigung vom 1. Juli bis zum 31. Dezember dieses Jahres zur Verfügung stehe. Zugleich kritisierte Anwältin Gül Pinar, dass das Gericht es ablehne, das Verfahren gegen ihren nur wegen Beihilfe angeklagten Mandanten abzutrennen. 

Eine der Hauptangeklagten ist Christina Block (52). Der Tochter von Eugen Block, dem Gründer der Steakhaus-Kette "Block House", wird vorgeworfen, den Auftrag zur Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder gegeben zu haben. Die 52-Jährige bestreitet das. 

Der damals zehnjährige Sohn und die 13 Jahre alte Tochter von Christina Block waren in der Silvesternacht 2023/24 am Wohnort des Vaters in Dänemark entführt und schließlich nach Hamburg gebracht worden. Vorausgegangen war ein jahrelanger Sorgerechtsstreit.

Pinars Mandant soll als Geschäftsführer einer Hamburger Security-Firma dafür gesorgt haben, dass das Haus von Christina Block Anfang 2024, als die Kinder zu ihr zurückkamen, abgeschirmt wird. Die Verteidigerin hat erklärt, dass ihren Mandanten keine Schuld treffe. 

Der Prozess hatte am 11. Juli vergangenen Jahres begonnen. Bislang sind Termine bis Ende Juni angesetzt.

dpa