Brände
Großeinsatz bei Schrottplatz-Brand in Flensburg

In Flensburg löschte die Feuerwehr einen Brand in einem Schrott verarbeitenden Betrieb. (Symbolbild) Foto: Hauke-Christian Dittr
In Flensburg löschte die Feuerwehr einen Brand in einem Schrott verarbeitenden Betrieb. (Symbolbild) Foto
© Hauke-Christian Dittrich/dpa

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Ein Feuer auf einem Schrottplatz in Flensburg beschäftigte rund 100 Einsatzkräfte bis in die Nacht. Warum die Zahl solcher Brände in Schleswig-Holstein zunimmt.

Auf dem Gelände eines Schrott verarbeitenden Betriebs im Flensburger Stadtteil Weiche hat es gebrannt. Die Feuerwehr war am Montagabend im Großeinsatz, verletzt wurde niemand, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten. Nach Angaben der Feuerwehrleitstelle brannte ein rund 20 mal 40 Meter großer Bereich des Schrottplatzes. Ein größerer Haufen Kabel habe Feuer gefangen. 

Zur Ursache lagen zunächst keine Erkenntnisse vor, die Ermittlungen dauern an. Rund 100 Einsatzkräfte von vier freiwilligen Feuerwehren sowie einer Feuerwehr aus Dänemark waren im Einsatz. Gegen 22.00 Uhr war der Großeinsatz beendet, Nachlöscharbeiten und Straßensperrungen dauerten bis Mitternacht an.

Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über die Warn-App Nina aufgefordert, das Gebiet zu meiden sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zu dem betroffenen Radius gehörten Harrislee, Handewitt, Hürup und die Autobahn 7.

Immer öfter Elektroschrott-Brände auf Recyclinghöfen in SH

Bereits Ende vergangenen Jahres hatte ein Feuer auf demselben Schrottplatz einen größeren Einsatz ausgelöst. Nach Angaben von Entsorgungsunternehmen kommt es in Schleswig-Holstein zunehmend zu Bränden durch falsch entsorgte Batterien und Lithium-Ionen-Akkus. Diese landen häufig im Hausmüll oder Elektroschrott und können sich durch Druck, Reibung oder Hitze entzünden. Die Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) hatte etwa im November von einer deutlichen Zunahme solcher Brandfälle gesprochen.

dpa

Mehr zum Thema