Die Folgen des Nahost-Konflikts werden auch auf dem 77. Hamburger Frühlingsdom zu spüren sein: Wegen der aktuell hohen Spritpreise sei beim am Freitag auf dem Heiligengeistfeld beginnenden Volksfest mit Preissteigerungen zu rechnen, sagt Robert Kirchhecker vom Schaustellerverband Hamburg von 1884 e.V.
Eine zweiminütige Fahrt in der Achterbahn "Olympia-Looping" kostet beispielsweise 12,50 Euro, wie Betreiber Michael Barth sagte. Der Transport der Anlage mit insgesamt 15 Transportern sei dieses Jahr deutlich teurer gewesen als sonst, hieß es zur Begründung.
Schausteller rechnen mit stabilen Besucherzahlen
Trotz der in diesem Jahr besonders großen finanziellen Herausforderungen für die Schausteller ist Kirchhecker zuversichtlich, dass die Besucherzahlen im Vergleich zu den Vorjahren stabil bleiben. Über eine Million Besucherinnen und Besucher werden demnach erwartet.
Insgesamt 253 Schaustellerbetriebe haben sich für den Frühlingsdom angekündigt, wie Wirtschaftsbehörde und Schaustellerverbände mitteilten. Neben 25 Fahr- und 20 Spielgeschäften werden auch zahlreiche Stände für Essen und Trinken am grünen Bunker in St. Pauli stehen.
Neuheiten und Comebacks
Das große Comeback ist diesmal die Achterbahn "Olympia-Looping" mit fünf Loopings, die nach 14 Jahren wieder auf den Dom zurückkehrt. Es ist die größte transportable Achterbahn der Welt. Auch das Fahrgeschäft "Hexentanz" und die "Villa Wahnsinn" stehen dieses Mal wieder auf dem Dom.
Neu dabei sind der "Geister Palast", eine Gruselbahn auf drei Ebenen, das "Swing up", mit dem man in frei hängenden Sitzen bis auf elf Meter Höhe schwingt und das "Look 360° Panorama", ein barrierefreier Panorama-Lift, mit dem Besucherinnen und Besucher in Gondeln auf bis zu 71 Meter Höhe schweben können.
Der Frühlingsdom startet am 20. März und geht bis zum 19. April. Am Karfreitag bleibt der Dom geschlossen. Danach folgen vom 24. Juli bis zum 30. August der Sommer- und vom 6. November bis zum 6. Dezember der Winterdom.