Spezialabteilung für Altfälle Suche nach vermisstem Studenten ohne Erfolg

Seit Dienstag haben Einsatzkräfte nach einem seit 2014 vermissten Mann gesucht. (Archivbild) Foto: Markus Scholz/dpa
Seit Dienstag haben Einsatzkräfte nach einem seit 2014 vermissten Mann gesucht. (Archivbild) Foto
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Nach Hinweisen der Leichenspürhunde wird ein Bohrloch im Wald bei Neumünster genauer untersucht. Ein Bagger durchwühlt die Erde - ohne Erfolg.

Mehrere Tage lang haben Einsatzkräfte in einem Waldgebiet nördlich von Neumünster erfolglos nach dem Leichnam eines seit elf Jahren vermissten Studenten gesucht. "Trotz intensiver Suche, bei der neben 30 Einsatzkräften aus der Landespolizei und sechs Leichenspürhunden auch ein Bagger zum Einsatz kam, konnte der Leichnam nicht gefunden werden", sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts. Die Suchaktion wurde beendet, das Wattenbeker Gehege sollte am späten Nachmittag nach viertägiger Sperrung wieder freigegeben werden.

Am Mittwoch hatten an der Grabungsstelle Leichenspürhunde Interesse an einem Bohrloch gezeigt. Dieses wurde bereits am Dienstag gebohrt, nachdem Einsatzkräfte ein Areal in dem Wald von Schnee und Eis befreit hatten. Die Überprüfung anderer Bohrlöcher blieb ergebnislos. Bei der Suche waren zuletzt sechs Leichenspürhunde im Einsatz. 

Die Abteilung für ungeklärte Fälle des Landeskriminalamtes (Cold Case Unit) ermittelt nach Abschluss der Suche weiter zum Verschwinden eines damals 28 Jahre alten Maschinenbau-Studenten aus Neumünster im Dezember 2014. Es wird von einem Tötungsdelikt ausgegangen. Die Leiche wurde bisher nicht gefunden.

Freundin meldete ihn vor gut elf Jahren als vermisst

Der junge Mann war zuletzt am Mittag des 15. Dezember 2014 von seiner Freundin in ihrer Neumünsteraner Wohnung gesehen worden. Am Abend desselben Tages meldete sie ihn als vermisst. Das Auto des 28-Jährigen wurde fünf Tage später in Hamburg gefunden. Im Januar 2015 geriet außerdem ein Leihanhänger mit einer auffälligen gelben Plane in den Fokus, der offenbar von dem jungen Mann genutzt worden war. 

Ein Tatverdacht richtete sich gegen zwei damals 28 und 26 Jahre alte Männer aus Neumünster und Kappeln, die zum Umfeld des Vermissten gehörten. Die Tat konnte ihnen jedoch nicht nachgewiesen werden, wie die Ermittler berichteten.

dpa