Sportpolitik
Olympia-Referendum: Linksfraktion sieht Senat blamiert

„Das ist ein starkes Ergebnis und eine gute Entscheidung für die ganze Stadt“, sagte die Co-Vorsitzende der Linksfraktion, Heike
„Das ist ein starkes Ergebnis und eine gute Entscheidung für die ganze Stadt“, sagte die Co-Vorsitzende der Linksfraktion, Heike Sudmann (M). Foto
© Gregor Fischer/dpa

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Die Linksfraktion feiert das Nein der Hamburger zum Olympia-Referendum. Co-Vorsitzende Sudmann fordert Konsequenzen vom Senat und spricht von einem „Armutszeugnis“.

Die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft als Gegnerin Olympischer Spiele in der Stadt hat sich sehr zufrieden über den Ausgang des Referendums gezeigt. „Das ist ein starkes Ergebnis und eine gute Entscheidung für die ganze Stadt“, sagte die Co-Vorsitzende Heike Sudmann. Die Hamburgerinnen und Hamburger hätten sich vom Senat und seiner kolossalen Olympia-Materialschlacht nicht blenden lassen. 

SPD, Grüne, CDU und Wirtschaft hätten zig Millionen verpulvert und Kritikerinnen und Kritiker des Olympia-Konzepts als „schlecht gelaunt“ und kleingeistig diffamiert. „Diese ebenso arrogante wie unlautere Kampagne hat unsere Stadt gespalten, auch mit moralischer Erpressung und Drohungen.“

Deutliche Kritik am Senat

Sudmann sprach von einem Armutszeugnis für den Senat. „Der Erste Bürgermeister sowie alle Senatsmitglieder müssen Konsequenzen ziehen und sich und ihre Politik hinterfragen“, forderte Sudmann. „SPD, CDU und Grüne stehen jetzt bis auf die Knochen blamiert da.“

Beim Referendum stand schon vor Ende der Auszählung der Stimmen die Mehrheit gegen die Pläne fest, das globale Sportfest 2036, 2040 oder 2044 an Alster und Elbe zu holen. Laut Landeswahlleiter Oliver Rudolf waren 652.193 Stimmen abgegeben worden. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent. Rund 1,3 Millionen Menschen ab 16 Jahren waren stimmberechtigt.

dpa