Steigende Temperaturen lassen das Eis an der deutschen Ostseeküste tauen. "Insbesondere das dünne Eis entlang der schleswig-holsteinischen Küste ist zurückgegangen", berichtete das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). "Im Osten ist das Eis in der Pommerschen Bucht nach Norden vertrieben." Nach der Kälteperiode zeigt das Thermometer beispielsweise in Kiel nun wieder deutliche Plusgerade.
Doch was bewirkt das Tauwetter an Land? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sieht derzeit keine Notwendigkeit für eine allgemeine Warnung. Eine DWD-Sprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur jedoch, bei der Kombination aus Tauwetter und gefrorenen Böden, die eine Art "Isolationsschicht" bildeten, sei es möglich, dass Tauwasser nicht richtig abfließe. Dann brauche es manchmal gar nicht viel Regen, um zu regionalen Überschwemmungen zu führen, "da reichen dann schon ein paar Liter".
Eislage
Laut aktuellem Eisbericht des BSH war das Stettiner Haff vollständig mit Eis bedeckt, meist dicker als 30 Zentimeter. Im Peenestrom komme örtlich mehr als 30 Zentimeter dickes Eis vor. Beispielsweise komme im Greifswalder Bodden sehr dichtes, teils übereinander geschobenes, 20 bis 50 Zentimeter dickes Eis vor. Entlang der Ostküste Rügens und Usedoms gebe es ebenfalls noch sehr dichtes, teils über 30 Zentimeter dickes Eis. Auf der Unterwarnow in Rostock gebe es dichtes bis sehr dichtes Neueis.
Weiter westlich von Lübeck bis Travemünde kommt laut BSH auf der Trave lockeres, tauendes Eis vor. Bei Heiligenhafen gebe es nur noch dünnes Eis. In der Eckernförder Bucht treibe dagegen nur noch Resteis. In der Flensburger Förde komme meist lockeres bis dichtes, dünnes und tauendes Eis bis etwa Holnis vor.