Versicherungswirtschaft
Versicherer: Weniger Unwetterschäden an Autos in Hamburg

Sturm, Hagel und Blitz richteten vergangenes Jahr in Hamburg deutlich weniger Schäden an Autos an. (Archivbild) Foto: Fabian Höf
Sturm, Hagel und Blitz richteten vergangenes Jahr in Hamburg deutlich weniger Schäden an Autos an. (Archivbild) Foto
© Fabian Höfig/News5/dpa
Umstürzende Bäume oder Hagel können Autos stark beschädigen. Wie aus Zahlen der Versicherer hervorgeht, passierte das im vergangenen Jahr in Hamburg aber vergleichsweise selten.

Unwetter haben 2025 in Hamburg sehr viel weniger Schäden an Autos angerichtet als im Vorjahr. Blitz, Sturm und Hagel beschädigten rund 1.000 Fahrzeuge in der Hansestadt, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte. Die Versicherer zahlten dafür demnach rund drei Millionen Euro an ihre Kunden. Das ist halb so viel an versicherten Unwetterschäden wie 2024, als rund 2.500 Autos betroffen waren.

"Im Schnitt haben die Kfz-Versicherer für jeden Schaden in Hamburg rund 2.600 Euro gezahlt", sagt der Hauptgeschäftsführer des GDV, Jörg Asmussen. Ein ruhigeres Jahr bedeute aber keine Entwarnung. "Einzelne Unwetter können innerhalb weniger Stunden massive Schäden anrichten", erklärte Asmussen. Auf der Internetseite des Verbands heißt es: "Mit dem Klimawandel nehmen Wetterextreme und Naturgefahren spürbar zu – auch in Deutschland."

Auch deutschlandweit weniger Unwetterschäden

Der Rückgang in Hamburg ist etwas stärker als der bundesweite Trend. Die Schadenssumme für ganz Deutschland ging um knapp die Hälfte von 1,2 Milliarden auf 650 Millionen zurück. Die bundesweiten Zahlen enthalten allerdings auch Schäden durch Überschwemmungen. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen stiegen die Schäden.

Die Statistik erhebt nur versicherte Schäden - also von Autos mit Teil- oder Vollkaskoversicherung. Diese ist nicht verpflichtend, weswegen längst nicht alle Autos damit versichert sind. Die insgesamt entstandenen Schäden dürften daher ein gutes Stück höher sein. Es ist aber davon auszugehen, dass sich auch in dieser Zahl ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zeigt.

dpa