Seenotretter haben einen eingebrochenen Kitesurfer aus dem Eis des Großenbroder Binnensees (Kreis Ostholstein) gerettet. Der Mann konnte sich am Dienstag nicht selbst befreien, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte. Der Lübecker hatte sich mit einem anderen Wassersportler bei starkem Wind mit sechs bis sieben Beaufort (bis 61 Kilometer pro Stunde) auf den zur Ostsee offenen Binnensee begeben.
Die Besatzung des dort stationierten Seenotrettungskreuzers "Bremen" hatte beide kurzzeitig beobachtet, bis einer von ihnen sein Kiteboard verlor. Zunächst sichteten die Seenotretter beide Männer gemeinsam auf dem zugefrorenen Teil des Sees auf dem Weg zum Ufer. Einer kehrte jedoch um, augenscheinlich um sein Kiteboard zu bergen und brach mit Neopren-Anzug ein.
Mit Hilfe des Tochterbootes "Vegesack" gelang es Seenotrettern auf dem schlammartigen Eis, nach Angaben der DGzRS als Eisgries bezeichnet, dem Kitesurfer so weit entgegenzufahren, dass er sich selbst durchs Eis bis zum Tochterboot bewegen konnte. "Aus eigener Kraft wäre es dem Mann nicht gelungen, wieder an Land zu gelangen." Die Seenotretter nahmen auch sein Kiteboard auf und brachten den Geretteten sicher an Land.