Nach einem schweren Brand in einem Parkhaus in Bad Homburg ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte, sitzt der 38-Jährige wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung in Untersuchungshaft.
Es handelt sich um einen 38 Jahre alten Mann. Er wurde laut Staatsanwaltschaft am 30. April in einer Einrichtung für Wohnsitzlose in Bad Homburg festgenommen. Am 1. Mai erließ eine Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Frankfurt Haftbefehl. "Ein Motiv des Beschuldigten ist bislang nicht bekannt", teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Dominik Mies, mit.
Immer noch geparkte Autos
Ob das Parkhaus saniert werden kann oder abgerissen werden muss, ist laut Angaben des Pressesprechers der Stadt Bad Homburg weiterhin unklar. Der entsprechende Bericht des Statikers liege bisher nicht vor, sagte er.
In dem Parkhaus laufen derzeit Reinigungsarbeiten, zudem sollen einige Bereiche abgestützt werden. Die Stadt hofft, dass dann wenigstens ein Teilbereich des einst 500 Fahrzeuge fassenden Parkhauses wieder genutzt werden kann. Erschwert werden die Arbeiten durch rund 20 Autos, die weiterhin nicht von ihren Eigentümern abgeholt wurden.
Am 23. April war im Parkhaus Seedammbad ein Feuer ausgebrochen, bei dem laut Staatsanwaltschaft elf Fahrzeuge vollständig ausbrannten und weitere 25 Fahrzeuge beschädigt wurden. Der Sachschaden an den Wagen wird auf 800.000 Euro geschätzt, derjenige an dem Parkhaus ist noch nicht bezifferbar. Durch den Brand wurden keine Menschen verletzt.
Weitere Brände
Der Tatverdächtige soll eines der Fahrzeuge in dem Parkhaus angezündet haben. Der Brand breitete sich danach auf die umliegenden Fahrzeuge sowie auf das Parkhaus selbst aus. Die Behörden beziehen nach eigenen Angaben auch weitere Brände in Bad Homburg in ihre Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen ein.