Vor dem Hintergrund der zugespitzten Lage in Nordsyrien haben sich in Frankfurt mehrere Hundert Menschen zu einer pro-kurdischen Demonstration versammelt. "Bislang verläuft alles friedlich", sagte ein Polizeisprecher.
Der geplante Protestzug geht vom Hauptbahnhof bis in die Innenstadt. Unter dem Motto "Gegen die Unterdrückung, Repressionen und Massaker islamistischer Regime an der Zivilbevölkerung, insbesondere an Kurden in Rojava" wollen die Demonstrierenden ein Zeichen der Solidarität setzen.
"Wir fordern die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft auf, den Schutz der Zivilbevölkerung und die Sicherung humanitärer Hilfe in Nord- und Ostsyrien zur Priorität zu machen und jede politische Aufwertung islamistischer Akteure entschieden zurückzuweisen", hatte auch die Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland angesichts der bundesweiten Demonstrationen erklärt.
"Es braucht einen anerkannten Status für Rojava, um eine friedliche Zukunft zu ermöglichen." Die als Rojava bekannte Verwaltung ist Teil des langen Strebens der Kurden nach einem eigenen Staat.
Konflikt in Nordsyrien bewegt die Menschen
Kurden in ganz Deutschland gehen derzeit gegen die Unterdrückung der kurdischen Bevölkerung in Syrien auf die Straße, größere Demonstrationen sollte es am Samstag unter anderem auch in Köln oder Berlin geben.