Schulabbrecherquote
Gut sechs Prozent der Jugendlichen sind ohne Schulabschluss

Hessen war im zurückliegenden Schuljahr bundesweit das Land mit der niedrigsten Schulabbrecherquote. (Symbolbild) Foto: Julian S
Hessen war im zurückliegenden Schuljahr bundesweit das Land mit der niedrigsten Schulabbrecherquote. (Symbolbild) Foto
© Julian Stratenschulte/dpa

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Rund 3.790 hessische Schülerinnen und Schüler sind im vergangenen Schuljahr ohne Hauptschulabschluss von der Schule gegangen. Wie steht Hessen bei der Schulabbrecherquote im Ländervergleich dar?

Die Quote von Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss ist in Hessen nach dem Schuljahr 2024/2025 mit 6,3 Prozent weitgehend stabil geblieben. Im vorangegangenen Schuljahr hatte der Wert bei 6,2 Prozent gelegen. Wie das Kultusministerium in Wiesbaden auf Anfrage mitteilte, verließen 2025 rund 3.790 Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Abschluss. 

Darunter sind den Angaben zufolge rund 2.100 Jugendliche, die aufgrund einer Beeinträchtigung ihrer Bildungs-, Entwicklungs- oder Lernmöglichkeiten eine sonderpädagogische Förderung erhielten. Sie strebten in angepassten Bildungsgängen spezielle Abschlüsse außerhalb des Hauptschulabschlusses an. Bei der Schulabbrecherquote wird der jeweilige Anteil an der gleichaltrigen Wohnbevölkerung gemessen. 

Hessens Schulabbrecherquote ist bundesweit die niedrigste

Hessen sei im zurückliegenden Schuljahr bundesweit das Land mit der niedrigsten Schulabbrecherquote gewesen, ergänzte ein Ministeriumssprecher und verwies auf einen Bericht der Rechercheplattform „Correctiv“. Demnach liegt Hessen vor Bayern (6,6 Prozent) und Hamburg (7,1 Prozent). 

„Die niedrige Schulabbrecherquote ist vor allem den umfangreichen Sprachfördermaßnahmen in hessischen Schulen zuzuschreiben“, erläuterte der Sprecher. In verpflichtenden Vorlaufkursen werden Kinder mit Defiziten in Deutsch im Jahr vor der Einschulung intensiv auf den Unterricht vorbereitet. Zudem sei der Deutschunterricht in der Grundschule stetig ausgebaut worden. Zugewanderte oder geflüchtete Kinder und Jugendliche werden in speziellen Deutsch-Intensivkursen unterrichtet.

Kultusminister nimmt Mathematik-Kompetenzen in den Blick

„Mehr qualifizierte Abschlüsse und weniger Schulabbrüche stärken die Zukunftsperspektiven“, erklärte Kultusminister Armin Schwarz (CDU). „Nach unserem konsequenten Ausbau der Deutschförderung werden wir die Mathematik-Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen jetzt mit innovativem Unterricht und einem digitalen Lernsystem weiter stärken.“

dpa