Sinkende Energiepreise haben die Inflationsrate in Hessen im Januar auf den niedrigsten Stand seit November 2024 sinken lassen. Wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden auf der Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Januar 2025 um 2,1 Prozent. "Dabei dämpften vor allem sinkende Energiepreise die Inflation, während sich Dienstleistungen weiterhin überdurchschnittlich verteuerten", erläuterten die Experten. Im Dezember 2025 hatte die Inflationsrate bei 2,2 Prozent gelegen.
Heizöl und Strom wurden günstiger - Kraftstoffe wurden teurer
Im Vorjahresvergleich sanken die Preise für Energie im Januar 2026 durchschnittlich um 1,7 Prozent, wie das Landesamt mitteilte. Dies sei auf geringere Preise für Heizöl (minus 8,2 Prozent), Strom (minus 4,6 Prozent) und Erdgas (minus 2,6 Prozent) zurückzuführen. Deutlich teurer wurden indes Brennholz und Holzpellets (plus 10,0 Prozent). Kraftstoffe verteuerten sich der Statistik zufolge um 0,8 Prozent.
Die Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat überdurchschnittlich um 3,7 Prozent und wirkten somit inflationstreibend, wie das Landesamt weiter mitteilte.
Zucker und Honig überdurchschnittlich teurer
Die Teuerung bei Nahrungsmitteln verstärkte sich laut Landesamt im Januar wieder: Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich hier die Preise um 2,0 Prozent. Überdurchschnittlich mehr als im Januar 2025 kosteten Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (plus 9,4 Prozent). Für Obst mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 5,5 Prozent mehr bezahlen als im Januar 2025.