Ab Montag (9. Februar) werden die U4 und die U5 in Frankfurt nachts abschnittsweise nicht fahren. Grund dafür sind Testfahrten ohne Fahrgäste im Tunnel zwischen Bockenheimer Warte und Seckbacher Landstraße, wie Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) und die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq mitteilen.
Die Einschränkungen dauern bis Mittwoch (11. Februar) von etwa 22.00 Uhr abends bis 3.30 Uhr nachts. Gleiches gilt nochmals am 18. und 19. Februar. Die Linie U4 fährt dann nur zwischen Enkheim/Seckbacher Landstraße und Konstablerwache und die U5 nur zwischen Preungesheim und Konstablerwache.
Welche Alternativen gibt es?
Die U6 fährt durchgehend bis Betriebsende mit Drei-Wagen-Zügen. Zusätzliche Fahrten gibt es auf der Straßenbahnlinie 16, mit der man vom Hauptbahnhof zur Bockenheimer Warte gelangen kann.
Ab Konstablerwache Richtung Hauptbahnhof Fahrgäste auf S-Bahn ausweichen. Zwischen Willy-Brandt-Platz und Römer sind Straßenbahnen die Alternative zur U-Bahn. Von etwa 1 bis 4 Uhr fahren Nachtbusse. Fahrgäste sollen etwas mehr Zeit einplanen.
"Um die Auswirkungen für die Fahrgäste möglichst gering zu halten, finden die Testfahrten vorrangig nachts und an einigen Wochenenden statt", hieß es in der Mitteilung. Im Laufe des Jahres werde es weitere Streckensperrungen geben.
Neues System lässt mehr Züge fahren
Die VGF stellt ab kommendem Jahr schrittweise das Zugsicherungssystem auf ein digitales System um. "Dabei kommunizieren die Züge kontinuierlich per funkbasierter Datenübertragung mit der Streckeninfrastruktur." Damit sollen mehr Züge auf die Strecke gebracht, Energie eingespart und weniger Verschleiß ans Bahnen und Gleisen verursacht werden. Während der Testfahrten sollen alle betrieblichen Szenarien getestet werden. Auch Stress- und Belastungstests sind geplant.