Vor der 21. Nationalen Branchenkonferenz der Gesundheitswirtschaft hat der Tagungspräsident die Krisenfestigkeit der Branche als wesentliche Herausforderung betont. „Die Gesundheitswirtschaft ist eine Branche im steten Wandel – insbesondere in der Zeitenwende. Die daraus resultierenden Konsequenzen sorgen häufig für Zündstoff und Konflikte“, sagte der Mediziner Marek Zygmunt. Die zweitägige Konferenz beginnt am Donnerstag.
Von der Bundesregierung erhoffe er sich zeitnah Antworten für die Umsetzung der Krankenhausreform und die Reform der ambulanten Versorgung. Wichtig für die Wirtschaft seien auch die künftigen EU-Regeln für die Zulassung und Markteinführung medizinischer Produkte. Hier gehe es um aufwendige Prozesse und hohe Kosten. Mittlerweile aufgeschobene Regulierungen hätten bei ihrer Umsetzung eine Abwanderung vieler Firmen aus der EU zur Folge.
Schlüsselbranche Gesundheitswirtschaft
Zu der Konferenz werden auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und der Gesundheitsminister der Republik Lettland, Hosams Abu Meri, erwartet. Mecklenburg-Vorpommern habe sich in den letzten 20 Jahren zu einem attraktiven Investitionsstandort für die Gesundheitswirtschaft in Deutschland entwickelt, betonte Zygmunt.
Mit 14,6 Prozent am Bruttoinlandsprodukt ist die Gesundheitswirtschaft laut Landesregierung eine Schlüsselbranche. Zu der vom Branchennetzwerk BioCon Valley im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern organisierten Konferenz werden Hunderte Teilnehmer aus ganz Deutschland und anderen Ländern erwartet.
Die Themen reichen von Medizintechnik und Künstliche Intelligenz bis hin zu Prävention und Fitness im Kontext von Longevity, der Förderung von Start-ups. Partnerland ist in diesem Jahr die Republik Lettland.