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Mecklenburg-Vorpommern Nach Verdacht auf Staatsgefährdung: Ermittlungen gegen Soldaten aus Neubrandenburg eingestellt

Bundeswehr-Rekruten nehmen an Feierlichkeiten teil. Ermittlungen gegen einen Soldaten aus MV wurden jetzt eingestellt.
2020 hatten Beamte diverse Speichermedien des Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft konnte darauf jedoch keine Beweise sichern (Symbolbild).
© Christoph Hardt/Geisler-Fotopres / Picture Alliance
Nach dem Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, wurden die Untersuchungen gegen einen Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern eingestellt. Eine Analyse sichergestellter Speichermedien ließ den Anfangsverdacht nicht erhärten.

Die Ermittlungen gegen einen Soldaten aus Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern wegen Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat bleiben ohne strafrechtliche Folgen. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock am Freitag sagte, sind die Untersuchungen gegen den Mann inzwischen eingestellt worden. Etwa 70 Beamte hatten im September 2020 das abseits gelegene Grundstück des damals 40-jährigen Mannes bei Neubrandenburg durchsucht und unter anderem Speichermedien mitgenommen.

Zwei mögliche Täter aus Mecklenburg-Vorpommern weiterhin verdächtigt

Die Auswertung habe ergeben, dass sich der Anfangsverdacht gegen den Mann nicht erhärten ließ, sagte der Sprecher. Anlass war damals eine verdächtige Äußerung des Mannes gewesen. Zudem hatte es Ermittlungen des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) gegeben. Ganz ohne Folgen blieb die Durchsuchung für den Mann aber nicht. Wegen Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz sei gegen den Soldaten, der auch im Sicherheitsbereich tätig war, ein Strafbefehl verhängt worden. 

Die Ermittlungen gegen zwei Männer aus Vorpommern – ebenfalls wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat – seien dagegen noch nicht abgeschlossen. Dort hatte es im Oktober 2020 in der Region Löcknitz ebenfalls eine großangelegte Durchsuchung gegeben. Weitere Fälle dieser Art gebe es in MV nicht. Die Rostocker Staatsanwaltschaft bearbeitet solche Verdachtsfälle zentral für Mecklenburg-Vorpommern. 

jus DPA

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