Öffentlicher Nahverkehr
Warnstreik im Nahverkehr – Busse und Straßenbahnen betroffen

In Schwerin blieben Straßenbahnen und Busse im Depot. Foto: Jens Büttner/dpa
In Schwerin blieben Straßenbahnen und Busse im Depot. Foto
© Jens Büttner/dpa
Wegen eines Warnstreiks steht in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns der ÖPNV still. In manchen Landkreisen greift ein Ersatzfahrplan. Auch der Schülerbusverkehr ist betroffen.

Bei den kommunalen Verkehrsbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern ist heute früh mit Schichtbeginn ein landesweiter Warnstreik der Gewerkschaft Verdi angelaufen. In vielen Landkreisen blieben Busse oder wie in Schwerin auch Straßenbahnen im Depot. Die größte Stadt Rostock blieb von den Warnstreiks ausgenommen. Dort sollen sie am 9. März stattfinden. 

"Unsere Hoffnung ist, dass es dann zu einer Einigung kommt. Wir erhöhen den Druck und hoffen, dass es reicht", wie Verdi-Nord-Verhandlungsführer Sascha Bähring der Deutschen Presse-Agentur sagte. Mit den Warnstreiks wollen Gewerkschaft und Beschäftigte ihren Forderungen im aktuellen Tarifstreit Nachdruck verleihen. Die vierte Tarifrunde für MV ist für den 9. März terminiert.

Streikaufrufe gibt es für folgende Betriebe: Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim (VLP), Nahbus Nordwestmecklenburg GmbH, Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen mbH (VVR), Verkehrsbetrieb Greifswald GmbH (VBG), Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft mbH (MVVG), NVS in Schwerin, Regionalbus Rostock (Rebus). Viele Betriebe haben Notfahr- und Ersatzfahrpläne aufgestellt.

Die VVR kritisierte, dass Verdi den Streiktag auf einen Schultag legte. "Die VVR bedauert dies außerordentlich, ebenso, dass als Folge sich der Großteil der Erziehungsberechtigten selbst kümmern müssen, um den Schulbesuch ihrer Kinder an diesem Tag abzusichern." Auch Nahbus bat Eltern, gegebenenfalls die Beförderung zur Schule anderweitig zu organisieren, da die klassischen Schülerlinien heute nicht verkehrten.

dpa