Siebter Verhandlungstag
Mordprozess im Fall Fabian: Keine Spur von der Tatwaffe

Die wegen Mordes an dem achtjährigen Fabian angeklagte Frau schweigt bislang zu den Vorwürfen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa
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Forensiker gingen nach dem Gewaltverbrechen an dem achtjährigen Fabian hunderten von Spuren nach. Auch zahlreiche DNA-Proben wurden analysiert. Es gibt Spuren, die aber viele Fragen offen lassen.

Bei den Ermittlungen im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow sind bislang mehr als ein Dutzend unterschiedliche Messer als mögliche Tatwaffe untersucht worden. Bei keinem sei aber menschliches Blut nachgewiesen worden, sagte eine DNA-Forensikerin des Landeskriminalamtes bei der Vorstellung der bisherigen Ergebnisse am Landgericht Rostock. Bei weiteren, im Nachgang eingereichten Messern liege ein abschließender schriftlicher Befund noch nicht vor.

Festgestellt wurden dagegen nach Angaben der Gutachterin DNA-Spuren des am 10. Oktober 2025 getöteten Fabian im Auto der wegen Mordes angeklagten 30-jährigen Frau. Auch seien auf einem Blatt einer Küchenpapierrolle, die im Ablagefach der hinteren linken Tür des Autos gelegen habe, eine Blutspur von Fabian festgestellt worden. Über das Alter der Blutspur könne nichts gesagt werden. DNA-Spuren könnten sich aber über einen Zeitraum von zwei Monaten halten. Die Angeklagte ist mit Fabians Vater liiert. Der Achtjährige war zuletzt im Sommer 2025 bei ihr.

dpa