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ÖPNV-Tarifverhandlungen und Warnstreik in Rostock

Die Tarifverhandlungen im ÖPNV werden von einem Warnstreik bei der Rostocker Straßenbahn AG begleitet. (Archivbild) Foto: Bernd
Die Tarifverhandlungen im ÖPNV werden von einem Warnstreik bei der Rostocker Straßenbahn AG begleitet. (Archivbild) Foto
© Bernd Wüstneck/dpa
Die Tarifverhandlungen im ÖPNV im Nordosten gehen in die vierte Runde. Am Verhandlungsort Rostock soll wieder gestreikt werden. Busse und Straßenbahnen bleiben in den Depots.

Die Gewerkschaft Verdi und die kommunalen Arbeitgeber setzen heute (10.00 Uhr) in Rostock ihre Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im ÖPNV fort. Es ist bereits die vierte Runde. Anlässlich der Gespräche rief Verdi die Beschäftigten der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) zu einem ganztägigen Warnstreik auf, der gegen 3.00 Uhr beginnen und je nach Verlauf der Gespräche bis Dienstende dauern soll. 

Laut RSAG entfallen in der Zeit sämtliche Fahrten auf allen Bus- und Straßenbahnlinien sowie auf der Fähre zwischen Gehlsdorf und Kabutzenhof. Nicht betroffen seien die S-Bahnen und Regionalzüge der Deutschen Bahn, die Busfahrten des Verkehrsunternehmens Rebus sowie die Fähre der Weißen Flotte zwischen Warnemünde und Hohe Düne.

Verdi fordert unter anderem eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich, eine Erhöhung der Fahrdienstzulage auf 30 Prozent und eine Jahressonderzahlung in voller Höhe (100 Prozent). Die Arbeitgeber lehnen vor allem die verlangte Verringerung der Wochenarbeitszeit als nicht leistbar ab. Landesweit sind 2.800 Beschäftigte betroffen.

dpa

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