Vor dem Niedersachsen-Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig hat Hannovers Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke einen Appell an die beiden rivalisierenden Fan-Gruppen gerichtet. "In Zeiten wie diesen muss man sich wirklich mal Gedanken machen, wie man bestehende Rivalitäten im Fußball auslebt. Ich finde, wir haben genug Unruhe auf der Welt und müssen beim Fußball nicht auch noch mit Randale anfangen", sagte der 62-Jährige der "Bild".
Hannover gegen Braunschweig ist eines der brisantesten Nachbarschafts-Duelle im deutschen Fußball. In der vergangenen Saison verhängte die Polizei vor beiden Spielen einen Teilausschluss von Gästefans. Auch am Freitagabend (18.30 Uhr/Sky) müssen aus Sicherheitsgründen wieder rund 7.000 Plätze in der Heinz von Heiden Arena in Hannover freibleiben.
"Ich habe den Eindruck, dass alles im Moment im Rahmen ist, und würde mir sehr wünschen, dass es auch so bleibt", sagte Schmadtke. "Derbys sollen eigentlich Fußballfeste in der Region sein. Und es wäre ja schade, wenn man die aufgrund der Ressentiments gegenüber dem anderen Club zerstört."