Mit vier Stunden Verspätung hat der SV Meppen den vorzeitigen Aufstieg in die 3. Fußball-Liga doch noch geschafft. Trotz der eigenen 2:3-Heimniederlage gegen den Bremer SV hat der Traditionsverein die Meisterschaft in der Regionalliga Nord schon zwei Spieltage vor dem Saisonende sicher. Verfolger VfB Oldenburg verlor am Samstagabend ebenfalls mit 1:2 (1:1) gegen Weiche Flensburg.
Dabei war für die große Aufstiegsparty in Meppen bereits am Nachmittag alles angerichtet. Ein Unentschieden hätte dem souveränen Tabellenführer dafür gereicht. Vor 12.845 Zuschauern in der ausverkauften Hänsch-Arena gingen die Emsländer auch zweimal durch Luis Sprekelmeyer (32.) und Oliver Schmitt (53.) in Führung. Doch die beiden Bremer Ausgleichstore (36./57.) fielen jeweils fast postwendend. Und in der letzten Aktion des Spiels schockte Moritz Busch (90.+3) alle Meppener Fans mit seinem Treffer zum 2:3.
Meppens Trainer: "Eine brutale Saison"
"Es war viel los die Woche über. Viele Menschen haben sich ganz viel Mühe gegeben, hier einen tollen Rahmen zu schaffen. Wir haben heute mit Sicherheit was anderes vorgehabt, nämlich hier die Meisterschaft zu Hause einzutüten", sagte Trainer Lucas Beniermann, der die Meppener im August 2024 als Nachfolger so prominenter Vorgänger wie Ernst Middendorp oder Torsten Frings in den Jahren zuvor übernommen hatte. Der 35-Jährige stellte aber auch klar: "Es ist eine brutale Saison, die wir spielen." Dir Krönung ließ nicht lange auf sich warten.
Mit den Emsländern kehrt ein bekannter Name in den deutschen Profifußball zurück. Meppen spielte bereits von 2017 bis 2023 in der 3. Liga und von 1987 bis 1998 in der 2. Bundesliga. Das Frauen-Team des Vereins hat sogar schon zwei Jahre in der ersten Liga hinter sich.