Nach dem Tod der 16-jährigen Liana in Friedland soll der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter am 24. Februar beginnen. Für das Verfahren wegen Totschlags seien Termine bis in den April angesetzt, teilte das Landgericht Göttingen mit. Im Zustand der Schuldunfähigkeit soll der Mann die 16 Jahre alte Auszubildende aus Geisleden in Thüringen am Bahnhof in Friedland getötet haben.
Die Staatsanwaltschaft Göttingen hatte beim Landgericht keine Anklage erhoben, sondern ein Sicherungsverfahren beantragt. Der Beschuldigte soll unter einer psychischen Erkrankung leiden, wodurch er nicht in der Lage gewesen sei, das Unrecht seiner Tat einzusehen, hieß es dazu vom Gericht. Für den Mann kommt daher eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht.
Der Fall um das Mädchen, das 2022 mit seiner Familie aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet war, sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Er beschäftigt auch die Politik, weil der ausreisepflichtige Iraker nach den europäischen Asyl-Regeln eigentlich schon Monate vor der Tat von Deutschland nach Litauen hätte gebracht werden sollen.
Der 31-Jährige war wegen des Tatverdachts Ende August vorläufig festgenommen worden und befindet sich seitdem im Maßregelvollzugszentrum Moringen.